Özgür Özel meldet sich aus Burdur: 'Sie wollen uns die CHP wegnehmen'
Der CHP-Vorsitzende Özgür Özel reagierte bei einem Treffen mit Parteimitgliedern im Bezirk Çavdır in Burdur auf den Druck auf die Partei und die Versuche, ihren Marsch an die Macht zu behindern. Özel betonte: "Sie wollen uns die CHP wegnehmen", und unterstrich sein volles Vertrauen in die Bevölkerung und seine Mitglieder.
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Der Vorsitzende der Republikanischen Volkspartei (CHP), Özgür Özel, wurde bei seinem Besuch im Bezirk Çavdır in Burdur von einer großen Menschenmenge empfangen. In seiner Ansprache an die vor dem Parteibüro versammelten Mitglieder sagte Özel: "Man sagte mir, in Çavdır herrsche große Begeisterung; wir sind gekommen und die Euphorie, die wir hier sehen, ist wahrlich von historischem Wert." Er dankte allen Anwesenden und betonte, dass diese Unterstützung ihnen Kraft gebe.
In seiner Rede ging der CHP-Chef auf den jüngsten Druck auf seine Partei ein und erklärte: "Sie wollen uns die CHP wegnehmen, unseren Marsch an die Macht stoppen und ihre eigene Herrschaft sichern. Doch wir haben uns auf den Weg gemacht, und das Volk zeigt deutlich, dass es hinter uns steht." Özel verwies zudem auf den jüngsten Wahlerfolg seiner Partei und betonte, wie wichtig die Unterstützung durch junge Menschen und Frauen sei.
“WIR HABEN GEMEINSAM GEWONNEN, WIR WERDEN FÜR ALLE GEWINNEN”
Özel sagte in seiner Rede: "Vor fünf Monaten haben wir 65 Prozent des Landes und 85 Prozent seiner Wirtschaft gewonnen und unsere Partei nach 47 Jahren zur stärksten Kraft gemacht." Er wies darauf hin, dass die Tatsache, dass die CHP zur stärksten Partei geworden ist, nicht nur für ihre Mitglieder, sondern für die gesamte Türkei ein Hoffnungsschimmer sei.
Er fuhr fort: "Sie wissen, wir haben vor drei Jahren ein Versprechen gegeben; ich sagte, wenn wir verlieren, werde ich nicht mehr für den Parteivorsitz kandidieren. Durch den Zusammenschluss mit jungen Menschen, Frauen und erfahrenen Parteimitgliedern haben wir den Wandel in der Partei vollzogen und einen historischen Erfolg in der Türkei erzielt. Wir werden weiterhin eine Politik verfolgen, von der sowohl CHP-Wähler als auch Wähler anderer Parteien profitieren. Mit dem Ansatz der 'Türkei-Allianz' handeln wir, ohne jemanden auszugrenzen."
Özel sprach auch Themen der Landwirtschaft und Produktion an und nannte Beispiele aus seinem Gespräch mit Gewächshausarbeitern. Er betonte, dass die Streichung der Zinsen auf landwirtschaftliche Kredite, deren zinslose Aufteilung auf fünf Jahre sowie die Bereitstellung von Dieselkraftstoff ohne Mehrwertsteuer und Sonderverbrauchssteuer auf ihrer Agenda stünden. "Die niedrigste Rentenbezug ist auf einem Niveau des Elends. Der Mindestlohn reicht nicht aus. Wir arbeiten für eine Türkei, in der junge Menschen ihre Träume nicht im Ausland, sondern im eigenen Land verwirklichen können", bekräftigte er seine sozialen und wirtschaftlichen Versprechen.
Mit Blick auf den Erfolg bei den Wahlen vom 31. März in Çavdır und im ganzen Land sagte Özel: "Wir wissen, dass wir auch bei den nächsten Wahlen wieder die stärkste Partei sein werden. Als CHP werden wir nicht nur die Interessen unserer Mitglieder, sondern aller Bürger verteidigen."
“WIR SIND AUF DEN PLÄTZEN, WIR STEHEN AN DER SEITE UNSERES VOLKES”
In Bezug auf den Druck und die Behinderungen, denen seine Partei in der Vergangenheit ausgesetzt war, sagte Özel: "Sie haben die Macht des Staates genutzt, um uns aus unseren Gebäuden zu werfen, sie haben unsere Wahlkampfbusse beschlagnahmt und dachten, sie könnten uns mit diesem Vorgehen zum Schweigen bringen. Doch heute spreche ich von einem Stuhl aus, aber im Grunde genommen haben wir unseren Platz in den Herzen unseres Volkes."
Er schloss seine Rede mit den Worten: "Wir brauchen keine großen Gebäude. Wenn nötig, steigen wir auf einen Stuhl oder eine Orangenkiste und treffen uns wieder mit unserem Volk. Wir haben die politische Ordnung, in der die CHP nicht gewonnen hat, hinter uns gelassen. Von nun an sind wir auf den Plätzen, wir stehen Schulter an Schulter mit unserem Volk. Wir werden weiterhin gemeinsam mit Ihnen gehen. Wir werden alle zusammen an die Macht marschieren. Ich danke Ihnen, seien Sie gesund und bleiben Sie uns erhalten."