Pfändung bei der CHP-geführten Stadtverwaltung Seyhan

Bei der Stadtverwaltung Seyhan wurde aufgrund von Schulden aus der vorangegangenen Amtszeit eine Pfändung vollzogen. Bürgermeisterin Oya Tekin bezeichnete die Pfändung als symbolisch und erklärte: „Dies ist ein Zeichen für den Druck, den die Zentralregierung auf CHP-geführte Kommunen ausübt. Wir werden weiterhin unsere Dienste erbringen.“

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Die von der CHP geführte Stadtverwaltung Seyhan in Adana sah sich aufgrund von Schulden aus der vorangegangenen Amtszeit mit einer Pfändung konfrontiert. Bürgermeisterin Oya Tekin bewertete die Pfändung in ihrem Amtszimmer als „ein Spiegelbild des systematischen Drucks auf CHP-geführte Kommunen“.

In einer schriftlichen Stellungnahme der Stadtverwaltung wurde erklärt, dass die Pfändung das Ergebnis einer schweren Schuldenlast sei, die von der Vorgängerverwaltung übernommen wurde. Darin hieß es:

"Als wir das Amt antraten, trafen wir auf eine Stadtverwaltung, deren Wahlkampfbudget bereits ausgeschöpft war und die mit hohen Schulden übergeben wurde. Trotz der Bankkredite, die auf Basis der von der vorherigen Verwaltung erteilten Kreditermächtigungen aufgenommen wurden, haben die unbezahlten Schulden unsere Stadtverwaltung in eine schwere Finanzkrise gestürzt. Zudem haben die 140-prozentige Erhöhung der Personallöhne durch den am 1. März 2024 unterzeichneten Tarifvertrag (TİS) sowie die gestiegenen Sozialversicherungs- und Steuerverbindlichkeiten das finanzielle Gleichgewicht weiter erschüttert. Die Kürzung des an die Stadtverwaltung überwiesenen Budgetanteils durch die Zentralregierung um 40 Prozent hat diesen Prozess zusätzlich verschärft.”

''WIR KÄMPFEN FÜR DIE WIEDERHERSTELLUNG DER FINANZDISZIPLIN''

Die Stadtverwaltung betonte, dass sie trotz all dieser finanziellen Schwierigkeiten daran arbeite, die Grundbedürfnisse der Bevölkerung zu decken. In der Erklärung wurden folgende Details genannt:

"Um unseren Bürgern in Seyhan erschwingliche Mahlzeiten anzubieten, haben wir mit Unterstützung von Geschäftsleuten 'Stadtkantinen' (Kent Lokantaları) eröffnet. Bei der Instandhaltung von Parks haben wir statt auf hochbudgetierte Ausschreibungen auf die Beschäftigung von Frauen gesetzt, wodurch wir sowohl soziale Verantwortungsprojekte umgesetzt als auch finanzielle Einsparungen erzielt haben. Aufgrund der Altlasten kommt es jedoch zu Verzögerungen bei den Zahlungen. Unsere Stadtverwaltung ist entschlossen, ihre Schulden mit einem transparenten und lösungsorientierten Ansatz zu begleichen und die Finanzdisziplin wiederherzustellen. Die Unterstützung der Bevölkerung von Seyhan ist unsere größte Stärke.”

''DIESE PFÄNDUNG IST EINE SYMBOLISCHE AKTION''

Die Bürgermeisterin von Seyhan, Oya Tekin, gab in dem Amtszimmer, in dem die Pfändung vollzogen wurde, eine Presseerklärung ab und behauptete, dass CHP-geführte Kommunen von der Zentralregierung wirtschaftlich unter Druck gesetzt würden. Tekin äußerte sich wie folgt:

"Wie ich bereits während des Wahlkampfs sagte: Mein Amt sind die Straßen, nicht die Gebäude. Die heutige Pfändung ist symbolisch. Der Tisch und der Stuhl im Amtszimmer haben keinen Wert, der ausreichen würde, um die Schulden zu decken. Dies ist Teil eines systematischen Drucks, der darauf abzielt, CHP-geführte Kommunen an der Erbringung von Dienstleistungen zu hindern."

Tekin betonte, dass sie gegen die von der Vorgängerverwaltung übernommenen Schulden ankämpfe und die Dienstleistungen nicht unterbreche, und fügte hinzu:

"Trotz der Schwere der Finanzlage arbeiten wir mit all unserer Kraft daran, die Bevölkerung von Seyhan nicht zu benachteiligen. Wir haben unsere Ressourcen effizienter genutzt, soziale Projekte umgesetzt, die Frauenbeschäftigung erhöht und Stadtkantinen eröffnet. Doch die Pfändung, mit der wir heute konfrontiert sind, ist nicht nur ein finanzielles Problem, sondern das Ergebnis des Drucks auf CHP-geführte Kommunen. Wir werden weiterhin mit der Entschlossenheit des ersten Tages gegen diejenigen kämpfen, die uns einschüchtern wollen. Wir werden die Menschen in Seyhan niemals im Stich lassen."