Präsident Erdoğan: „Gut, dass die AK-Partei die Türkei regiert“

Präsident Recep Tayyip Erdoğan verteidigte in einer Rede vor seiner Partei die „richtige Politik“ der Türkei bei regionalen Krisen. Mit Blick auf die wirtschaftlichen Auswirkungen der US-israelischen Angriffe auf den Iran betonte Erdoğan: „Vorübergehende Schocks werden uns nicht von unseren Zielen abbringen.“

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Der AKP-Vorsitzende und Präsident Recep Tayyip Erdoğan äußerte sich bei der erweiterten Sitzung der Provinzvorsitzenden seiner Partei zur aktuellen Lage. In seiner Rede ging er auf die Außenpolitik, regionale Entwicklungen und wirtschaftliche Themen ein.

„DIE TÜRKEI VERFOLGT EINE RICHTIGE POLITIK“

Erdoğan bewertete die Haltung der Türkei gegenüber regionalen Krisen und erklärte, dass die verfolgte Politik richtig sei. Erdoğan sagte: „Die Türkei ist auf dem richtigen Weg, am richtigen Ort und verfolgt eine richtige Politik. Die ganze Welt ist sich dessen bewusst.“

Zudem fügte er hinzu: „Ob sie unserer Partei und unserem Bündnis ihre Stimme geben oder nicht, unser Volk dankt Gott dafür, dass wir in dieser stürmischen Zeit am Ruder der Türkei stehen. Sie sagen: ‚Gut, dass die AK-Partei die Türkei regiert‘.“

REAKTION AUF US-ISRAELISCHE ANGRIFFE

Erdoğan ging auf die Angriffe der USA und Israels auf den Iran ein und bewertete die Entwicklungen in der Region. Erdoğan sagte: „Der gegen den Iran begonnene Krieg überschwemmt unsere Region weiterhin mit dem Geruch von Blut und Schießpulver. Unschuldige Kinder werden zu Zielen von Raketen, während sie in der Schule dem Unterricht folgen.“

Erdoğan betonte, dass die Region schwierige Zeiten durchlebe, und äußerte sich zu den Angriffen mit den Worten: „Ein von Hass erfülltes Völkermord-Netzwerk versteckt sich hinter religiösen Argumenten und treibt unsere Geografie in die Katastrophe.“

REAKTION AUF DEN „ANGRIFF AUF DIE AL-AQSA-MOSCHEE“

Erdoğan sprach auch das Verbot an, das Festgebet in der Al-Aqsa-Moschee zu verrichten. Er wies darauf hin, dass dies seit 1967 zum ersten Mal geschehe, und sagte: „Diese Missachtung jeglicher Regeln ist ein dreister Angriff auf den Glauben von zwei Milliarden Muslimen.“

BOTSCHAFT: „WIR UNTERSCHEIDEN NICHT“

In seiner Rede ging Erdoğan auch auf die verschiedenen Völker in der Region ein und erklärte: „Wir unterscheiden weder zwischen unseren Geschwistern und Nachbarn, noch schauen wir tatenlos beim Leid unserer Geschwister zu.“

Erdoğan fragte zudem: „Gibt es in den Augen der Angreifer, die seit 27 Tagen keine Prinzipien, Werte oder Normen beachten, einen Unterschied, ob wir Schiiten oder Sunniten, Türken, Kurden, Araber oder Perser sind?“

KRITIK AN DER OPPOSITION

Erdoğan übte auch Kritik an der größten Oppositionspartei und bezog sich dabei auf den CHP-Vorsitzenden Özgür Özel: „Dass eine Person, von der die Öffentlichkeit weiß, dass sie unter Vormundschaft steht, die aufrechte und entschlossene Haltung der Türkei kritisiert, ist ein Beispiel für schwarzen Humor.“ Er warf der CHP „Kriegstreiberei“ vor.

In seiner Rede ging Erdoğan auch auf die wirtschaftlichen Auswirkungen des Krieges ein und wies auf globale und periodische Entwicklungen hin. Erdoğan sagte: „Die durch periodische oder globale Schocks entstandenen vorübergehenden Situationen werden uns nicht von unseren Zielen abbringen. So Gott will, werden wir unser Ziel letztendlich erreichen.“