Pressekrise in der CHP-Parteizentrale: Vorwurf des „gelben Umschlags“ gegen Journalisten
Nach einer Pressekonferenz von Müslim Sarı in der CHP-Parteizentrale kam es zu Spannungen zwischen Journalisten und einem Berater von Sarı. Nachdem Fragen zum Parteitagsprozess und zu einstweiligen Verfügungen gestellt worden waren, lösten die Worte des Beraters, der einen Journalisten beschuldigte, einen „gelben Umschlag“ (Bestechungsgeld) anzunehmen, Empörung bei den anwesenden Pressevertretern aus. Auch der CHP-Politiker Burhanettin Bulut äußerte sich zu dem Vorfall.
12punto
Nach einer Pressekonferenz in der CHP-Parteizentrale kam es zu einer bemerkenswerten Auseinandersetzung.
Nach den Erklärungen von Müslim Sarı, einem Sprecher der aktuellen Parteiführung, soll es zu einem verbalen Schlagabtausch zwischen Saras Berater und den anwesenden Journalisten gekommen sein.
Den Behauptungen zufolge entzündete sich der Streit an Fragen der Journalistin Yıldız Yazıcıoğlu zum Parteitagsprozess und den getroffenen einstweiligen Verfügungen.
VORWURF DES „GELBEN UMSCHLAGS“ LÖST EMPÖRUNG AUS
Es heißt, der Berater sei den Journalisten nach Ende der Pressekonferenz auf dem Flur begegnet und habe dort auf die Fragen von Yazıcıoğlu reagiert.
Der Berater soll gegenüber den Journalisten geäußert haben: „Natürlich nimmt sie einen gelben Umschlag an, deshalb stellt sie solche Fragen.“
Nach diesen Äußerungen sollen die anwesenden Journalisten mit Empörung auf den Berater reagiert haben.
REAKTION DER JOURNALISTEN
Nach dem Vorfall äußerten die im Saal anwesenden Journalisten ihren Unmut über den Vorwurf.
Es wurde berichtet, dass die Journalisten dem Berater mit den Worten entgegneten: „Wenn Sie eine solche Behauptung haben, gehen Sie zur Justiz. Warum stellen Sie Journalisten unter Generalverdacht? Wir verstehen nicht, ob wir hier in der CHP sind oder an einem anderen Ort.“
Nach der Auseinandersetzung soll der Berater den Bereich mit dem Aufzug verlassen haben.
STELLUNGNAHME VON BURHANETTIN BULUT
Nach dem Vorfall äußerte sich auch der CHP-Politiker Burhanettin Bulut zu dem Thema.
In einem Beitrag auf seinem Social-Media-Account kritisierte Bulut die Geschehnisse mit folgenden Worten:
„Unmoralisch, unanständig, verleumderisch!
Er beschuldigt Journalisten im Verborgenen, einen ‚gelben Umschlag‘ anzunehmen, und kann nicht einmal in die Kameras schauen. Die Journalisten, die in der Parteizentrale lange Stunden arbeiten und ihre Pflicht erfüllen, um die Öffentlichkeit korrekt zu informieren, tun lediglich das, was ihr Beruf erfordert.
Erstickt an euren Verleumdungen!“