Proteste gegen Entscheidung zur absoluten Nichtigkeit halten an

Im Bezirk Ortaca in Muğla versammelten sich Parteimitglieder, um gegen die Räumung der CHP-Parteizentrale und die Annullierung des Parteitags zu protestieren. Sie bewerteten die Situation nicht nur als parteiinternes Problem, sondern als Gefahr für die Demokratie des Landes.

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Im Bezirk Ortaca in der Provinz Muğla protestierten Parteimitglieder gegen die polizeiliche Räumung der Zentrale der Republikanischen Volkspartei (CHP) sowie gegen die Entscheidung zur "absoluten Nichtigkeit" im Zusammenhang mit der Annullierung des Parteitags. Die versammelte Gruppe erklärte, dass der Prozess über die Partei hinausgehe und die Zukunft der Demokratie und der Wahlen im Land betreffe.

Der CHP-Bezirksvorsitzende von Ortaca, Osman Cihan Çimen, betonte, dass der Vorfall nicht mehr nur als internes Problem der Partei betrachtet werden dürfe. Çimen appellierte an alle gesellschaftlichen Schichten mit den Worten: "Diese Angelegenheit ist längst kein Thema der Republikanischen Volkspartei mehr. Dies ist eine Angelegenheit der gesamten Türkei."

BETONUNG VON EINHEIT UND SOLIDARITÄT IN DEN REAKTIONEN

Während Çimen eine Botschaft der Geschlossenheit vermittelte, äußerte er sich wie folgt: "Diejenigen, die mit dieser falschen Mentalität agieren, sich als 'Anhänger der Nichtigkeit' bezeichnen, die Türen der Partei aufbrechen, unsere Zentrale besetzen und mit Kollaborateuren – den Kollaborateuren des Palastes – gemeinsame Sache machen, gehören nicht zu uns. Das waren sie nie. Diejenigen, die in den sozialen Medien in einer solchen Zeit gegen die Partei, gegen den Parteivorsitzenden, gegen die gewählten Vertreter der Partei, vom Provinzvorsitzenden bis zum Abgeordneten, hetzen, gehören nicht zu uns und haben nie dazugehört. Diese Menschen sind nicht unsere Weggefährten."

Çimen wandte sich nicht nur an Parteimitglieder, sondern auch an Oppositionelle, die nicht für die CHP gestimmt haben, sowie an Bürger, die über die Entwicklung des Landes besorgt sind. Er betonte, dass die aktuellen Entwicklungen die demokratische Zukunft des Landes unmittelbar beträfen: "Ich appelliere an alle Oppositionellen, ob sie nun CHP gewählt haben oder nicht, und an alle Bürger, die unter der Entwicklung des Landes leiden und sich daran stören: Diese Angelegenheit ist längst kein Thema der Republikanischen Volkspartei mehr. Dies ist eine Angelegenheit der Türkei. Es geht um die Frage, ob die Demokratie in der Türkei fortbestehen wird, ob freie Wahlen stattfinden werden und ob das Regime so bleibt, wie wir es kennen, oder nicht. Deshalb müssen Sie heute zusammenstehen, morgen könnte es zu spät sein", sagte er.

Mit diesem Protest in Ortaca wurde deutlich, dass die Reaktionen auf die jüngsten Entwicklungen innerhalb der Partei sowie die Forderungen nach Demokratie auch auf lokaler Ebene lautstark zum Ausdruck gebracht werden.