Protesto-Entscheidung der CHP: Neues Legislativjahr in der TBMM beginnt

Während die Große Nationalversammlung der Türkei (TBMM) nach einer 70-tägigen Pause morgen ihr neues Legislativjahr beginnt, hat die CHP angekündigt, nicht an der Eröffnungssitzung teilzunehmen.

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Die Große Nationalversammlung der Türkei wird das neue Legislativjahr morgen mit einer Sondersitzung um 14.00 Uhr einläuten. Die Republikanische Volkspartei (CHP) hat beschlossen, an dieser Sitzung, bei der eine Rede von Präsident Recep Tayyip Erdoğan erwartet wird, nicht teilzunehmen, um gegen die Operationen gegen Kommunalverwaltungen und die Verhaftung von Bürgermeistern zu protestieren.

CHP-Parteivorsitzender Özgür Özel erklärte diese Entscheidung mit den Worten: "Letztes Jahr haben wir den Präsidenten im Stehen empfangen, dieses Jahr werden wir ihn weder stehend noch sitzend empfangen. Denn es hat einen Putschversuch gegen uns gegeben." Özel gab zudem bekannt, dass sie auch nicht am Empfang teilnehmen werden, bei dem der Präsident anwesend sein wird.

Bei der Eröffnungszeremonie im letzten Jahr erhoben sich einige CHP-Abgeordnete, als Präsident Erdoğan den Saal betrat, während andere es vorzogen, im Hintergrund zu warten. In diesem Jahr zeigt die CHP eine härtere Haltung und hat beschlossen, der Eröffnungszeremonie fernzubleiben.

WICHTIGE REGELUNGEN IM LEGISLATIVJAHR

In diesem Legislativjahr stehen die Arbeiten der Kommission für Nationale Solidarität, Brüderlichkeit und Demokratie im Fokus. Nach der symbolischen Waffenabgabe der Terrororganisation PKK wird intensiv an Themen wie Integration und dem "Recht auf Hoffnung" gearbeitet. Insbesondere das "Heimkehr"-Gesetz zur Wiedereingliederung von Aussteigern aus der Terrororganisation in die Gesellschaft sowie Strafvollzugsregelungen werden mit Spannung erwartet.

11. JUSTIZPAKET AUF DER AGENDA

Nach Angaben von Justizminister Yılmaz Tunç wird das 11. Justizpaket, das in diesem Legislativjahr der TBMM vorgelegt werden soll, ein wichtiger Tagesordnungspunkt sein. In diesem Paket werden Themen wie die altersabhängige Verschärfung von Strafen für straffällig gewordene Kinder, Internetbetrug und virtuelle Wetten behandelt. Zudem werden Regelungen zu Angriffen im Straßenverkehr Teil dieses Pakets sein.