Prozess gegen Cem Aydın vertagt: Meldepflicht aufgehoben

Die Verhandlung gegen den Vorsitzenden der CHP-Jugendorganisation, Cem Aydın, der wegen „Beleidigung eines Amtsträgers“ und „Zielscheiben-Machen von Personen, die im Kampf gegen den Terrorismus tätig sind“ angeklagt ist, wurde vertagt. Die Meldepflicht wurde aufgehoben, das Ausreiseverbot bleibt jedoch bestehen.

12punto

Der Prozess gegen den Vorsitzenden der CHP-Jugendorganisation, Cem Aydın, wurde erneut vertagt. Die nächste Anhörung von Aydın, der sich wegen „Beleidigung eines Amtsträgers aufgrund seiner Tätigkeit“ und „Zielscheiben-Machen von Personen, die im Kampf gegen den Terrorismus tätig waren“ vor Gericht verantworten muss, wurde auf den 20. Juni 2025 festgesetzt.

MELDEPFLICHT AUFGEHOBEN

Das Gericht hob die zuvor gegen Cem Aydın verhängte wöchentliche Meldepflicht auf. Es wurde jedoch entschieden, dass das gegen Aydın bestehende Ausreiseverbot weiterhin in Kraft bleibt.

Aydins Anwälte hatten argumentiert, dass die genannten Beschränkungen seine politischen Aktivitäten behinderten, und die Aufhebung sämtlicher Maßnahmen zur richterlichen Kontrolle gefordert. Das Gericht gab diesem Antrag jedoch nur teilweise statt.

WAS WAREN DIE VORWÜRFE?

Cem Aydın wird in dem Verfahren, das aufgrund eines Social-Media-Beitrags eingeleitet wurde, beschuldigt, einen Amtsträger aufgrund seiner Tätigkeit beleidigt und im Kampf gegen den Terrorismus tätige Amtsträger zur Zielscheibe gemacht zu haben. Aydın weist diese Vorwürfe zurück und argumentiert, dass seine Äußerungen im Rahmen der Meinungsfreiheit zu bewerten seien.