Prozess um gefälschte Aufnahmen von Muharrem İnce vertagt: Details zum 9. Justizpaket
Im Prozess gegen 12 Angeklagte, denen vorgeworfen wird, gefälschte sexuell explizite Aufnahmen von Memleket-Partisi-Chef Muharrem İnce verbreitet zu haben, wurde eine Entscheidung getroffen.
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Der Vorsitzende der Memleket Partisi, Muharrem İnce, und der Chefberater des Präsidenten, Maksut Serim, waren Gegenstand gefälschter Dokumente und Beiträge. Der Prozess gegen die 12 Angeklagten, die diese verbreitet haben sollen, wurde vor dem 35. Strafgericht erster Instanz in Ankara fortgesetzt.
Den Angeklagten wird vorgeworfen, "wissentlich gefälschte private Dokumente verwendet", "personenbezogene Daten rechtswidrig erlangt oder verbreitet" sowie "Beleidigung mittels Ton-, Schrift- oder Bildübertragung" begangen zu haben. Ihnen drohen Haftstrafen von 4 bis 9 Jahren und 6 Monaten.
9. JUSTIZPAKET WIRD ERWARTET
Der Staatsanwalt wies darauf hin, dass das am 7. November von der Großen Nationalversammlung der Türkei (TBMM) verabschiedete 9. Justizpaket, das für Beleidigungsdelikte gemäß Artikel 125/2 des türkischen Strafgesetzbuches (TCK) eine Vorauszahlungsregelung vorsieht, noch nicht im Amtsblatt (Resmî Gazete) veröffentlicht wurde. Er bat das Gericht zu prüfen, ob dieses Gesetz Anwendung finden soll oder nicht. Sollte das Paket nicht veröffentlicht werden, wurde beantragt, auf Grundlage des bestehenden Plädoyers zu entscheiden.
''DIE ANWENDUNG EINES NICHT IM AMTSBLATT VERÖFFENTLICHTEN BESCHLUSSES IST RECHTSWIDRIG''
Der Anwalt des Klägers Maksut Serim erklärte, dass die Anwendung eines Gesetzes, das noch nicht im Amtsblatt veröffentlicht wurde, "einen Eingriff von außen in die Justiz bedeuten würde", und forderte, den Prozess auf Basis der geltenden Gesetze fortzuführen.
GERICHT BESCHLIESST VERTAGUNG
Der Richter kündigte an, dass die Akte nach der Veröffentlichung des 9. Justizpakets im Amtsblatt geprüft und eine entsprechende Entscheidung getroffen werde. Sollte das Gesetz den Fall nicht beeinflussen, werde die Akte zur Urteilsfindung geprüft. Der nächste Verhandlungstermin wurde auf den 29. Januar 2025 festgelegt.