Putins Warnung vereitelt Putschversuch in Aserbaidschan

Ein geplanter Putschversuch in Aserbaidschan wurde dank einer Warnung des russischen Präsidenten Wladimir Putin verhindert; der Leiter der Präsidialverwaltung, Ramis Mehdijew, wurde festgenommen.

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In Aserbaidschan wurde Berichten zufolge in letzter Minute ein Putschversuch vereitelt. Den Angaben zufolge rief der russische Präsident Wladimir Putin den aserbaidschanischen Präsidenten Ilham Alijew an, um ihn über den Umsturzplan zu informieren. Nach dieser Warnung wurde Ramis Mehdijew, einer der hochrangigen Beamten, die an der Vorbereitung des Putsches beteiligt waren, in Aserbaidschan festgenommen.

PUTSCHVORBEREITUNGEN UND DIE ROLLE VON MEHDIJEW

Es wird behauptet, dass Mehdijew plante, eine Übergangsregierung in Aserbaidschan zu bilden und deren Führung zu übernehmen. Doch durch Putins Warnung an Alijew scheiterte dieser Plan. Laut Euronews wurde Mehdijew kurz darauf verhaftet; gegen ihn wurden Ermittlungen wegen Verschwörung zur Machtübernahme und Hochverrats eingeleitet.

Die aserbaidschanische Nachrichtenagentur Minval meldete, dass Mehdijew von seinem Posten in der Präsidialverwaltung entbunden wurde. Im Dezember letzten Jahres hatte der Abschuss eines aserbaidschanischen Passagierflugzeugs durch die russische Luftabwehr, bei dem 38 Menschen ums Leben kamen, die Beziehungen zwischen den beiden Ländern belastet. Nach diesem Vorfall verschlechterten sich die Beziehungen weiter, als zwei aserbaidschanische Staatsbürger bei Polizeieinsätzen im russischen Jekaterinburg ums Leben kamen. Dennoch erklärte Alijew nach Gesprächen in Duschanbe, dass sich die Beziehungen zu Russland positiv entwickelten.