Reaktion auf Nichtigkeit des Parteitags von der Person, die Erdoğan und Bahçeli lobten: 'Die Türkei steuert auf eine dunkle Ära zu'

Nachdem der 38. ordentliche Parteitag der CHP durch ein Gerichtsurteil für ungültig erklärt wurde, kam scharfe Kritik vom spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez und der Sozialistischen Internationale, deren Vorsitzender er ist. In der Erklärung wurde betont, dass die Entscheidung eine große Bedrohung für die demokratischen Werte in der Türkei darstelle.

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Die Entscheidung des 36. Regionalgerichts von Ankara, den am 4. und 5. November 2023 abgehaltenen 38. ordentlichen Parteitag der CHP aufgrund von „Unregelmäßigkeiten“ und einer „Beeinträchtigung des Wählerwillens der Delegierten“ für ungültig zu erklären, fand nicht nur in der Türkei, sondern auch in der internationalen Öffentlichkeit ein breites Echo. Mit dem Urteil wurden die Befugnisse der gewählten CHP-Führung und des Parteivorsitzenden Özgür Özel vorläufig aufgehoben.

Die Sozialistische Internationale mit Sitz in Spanien, deren Vorsitzender der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez ist, erklärte in einer offiziellen Stellungnahme zu der Entwicklung: "Die Türkei steuert auf eine dunkle Ära zu". Gleichzeitig wurde der CHP und Özgür Özel die Unterstützung zugesichert.

Unmittelbar nach Bekanntgabe des Gerichtsurteils bewerteten verschiedene europäische Medien den Prozess als „Eingriff in die Demokratie“ und „Funktionsunfähigmachen der größten Oppositionspartei“.

In den vergangenen Monaten hatte der AKP-Vorsitzende und Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan Pedro Sánchez als „meinen wertvollen Freund“ und „meinen Bruder“ bezeichnet und insbesondere die klare Haltung von Sánchez gegenüber Israel in der Palästina-Frage gelobt. Auch der MHP-Vorsitzende Devlet Bahçeli hatte in seiner Erklärung vom 24. März 2026 argumentiert, dass die Haltung von Sánchez ein Vorbild für alle muslimischen Länder darstelle.

Die Sozialistische Internationale bezeichnete das Urteil der „absoluten Nichtigkeit“ in der Türkei als „völlig rechtswidrig“ und fügte hinzu:

„Diese Entscheidung ist ein Schlag gegen das demokratische System der Türkei. Sie ist zudem eine Fortsetzung des beispiellosen Verbots gegen Ekrem İmamoğlu. Die Türkei steuert auf eine dunkle Ära zu. Es ist ein gut vorbereiteter Plan, um die größte Oppositionspartei auszuschalten. Der Fahrplan eines autoritären Systems. Die EU kann nicht länger blind und stumm bleiben. Indem die türkischen Behörden die Justiz auf diese Weise als Waffe einsetzen, verhalten sie sich so, als hätten sie den ‚neuen‘ Anführer der Opposition als Zwangsverwalter der hundertjährigen CHP eingesetzt. Dies ist eine Verhöhnung eines demokratischen Systems.“

In der Erklärung wurde zudem betont, dass die Sozialistische Internationale solidarisch mit der CHP und ihrer derzeitigen Führung stehe und sich für den Schutz der Demokratie einsetzen werde.