Reaktion von Bürgern in der U-Bahn auf die Festnahme von İmamoğlu
Der Präsidentschaftskandidat der CHP, Ekrem İmamoğlu, wurde am frühen Morgen bei einer Polizeirazzia in seinem Haus festgenommen. In Istanbul wurden U-Bahnen geschlossen, der Handel an der Börse wurde unterbrochen und die Vatan Caddesi wurde abgeriegelt. Die Proteste erreichten auch die U-Bahn.
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Die Türkei erwachte am Morgen des 19. März mit einer schockierenden Nachricht. Der Präsidentschaftskandidat der Republikanischen Volkspartei (CHP) und Bürgermeister der Stadt Istanbul (İBB), Ekrem İmamoğlu, wurde bei einer Polizeirazzia in seinem Haus in den frühen Morgenstunden festgenommen. Die Operation wurde gegen 06.00 Uhr unter Beteiligung von Hunderten von Bereitschaftspolizisten und Spezialeinheiten durchgeführt. Nach seiner Festnahme wurde İmamoğlu zum Polizeipräsidium Istanbul in der Vatan Caddesi gebracht.
Mit der Festnahme des Bürgermeisters von Istanbul herrschte in der Stadt ein Ausnahmezustand in Bezug auf die Sicherheit. Die Urlaubssperre für Polizisten wurde stadtweit verhängt. Einige Hauptverkehrsadern Istanbuls wurden für den Verkehr gesperrt. Insbesondere die Zufahrtsstraßen zur Vatan Caddesi wurden von Sicherheitskräften mit Barrieren abgeriegelt.
U-BAHN-STATIONEN GESCHLOSSEN
Nach der Festnahme wurden in Istanbul auch im städtischen Nahverkehr außergewöhnliche Maßnahmen ergriffen. Viele U-Bahn-Stationen wurden ab den Morgenstunden geschlossen. Durch die Einstellung des Betriebs kam es im gesamten Stadtgebiet zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.
Unterdessen startete die Börse Istanbul mit einem starken Kursverlust in den Tag. In den ersten Handelsstunden griff der Handelsstopp-Mechanismus, und die Transaktionen wurden vorübergehend ausgesetzt. An den Märkten herrschten Unsicherheit und Unruhe.
ERSTE STELLUNGNAHME DER CHP
Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CHP, Gökhan Günaydın, gab die Festnahme von İmamoğlu über seinen Social-Media-Account bekannt. Günaydın erklärte: "Die Demokratie des Landes und der Wille der Wahlurne werden usurpiert. Unser Bürgermeister Ekrem wurde bei einer Razzia in seinem Haus in den frühen Morgenstunden festgenommen. Wir werden zu dieser Rechtswidrigkeit nicht schweigen."
EKREM İMAMOĞLU: 'ICH WERDE NICHT NACHGEBEN'
Unmittelbar vor seiner Festnahme nahm Ekrem İmamoğlu mit seinem Mobiltelefon ein kurzes Video auf, um sich an die Öffentlichkeit zu wenden. Während er sich in dem Video auf die Situation vorbereitete, sagte er:
"Ich sage es mit Bedauern; eine Handvoll Leute, die versuchen, den Willen unserer Nation zu rauben, hat meine geliebten Polizisten, die Sicherheitskräfte des Landes, für diese Bosheit instrumentalisiert und sie vor die Haustür von 16 Millionen Istanbulern geschickt. Wir stehen einer großen Tyrannei gegenüber, aber ich möchte, dass ihr wisst, dass ich nicht nachgeben werde. Ich liebe euch alle sehr, ich vertraue mich meiner Nation an. Ich werde aufrecht stehen, das soll meine ganze Nation wissen. Ich werde gegen diese Person und ihren Verstand kämpfen, der diesen Prozess wie ein Werkzeug benutzt."
PROTEST IN DER U-BAHN
Die Festnahme von İmamoğlu stieß nicht nur in politischen Kreisen, sondern auch auf der Straße auf Empörung. Bevor der U-Bahn-Betrieb eingestellt wurde, äußerte ein Bürger während der Fahrt lautstark seinen Protest gegen die Festnahme von İmamoğlu.