Reaktion von Cem Gürdeniz auf iGeo 2026: Vertretung von Südzypern widerspricht außenpolitischen Sensibilitäten

Cem Gürdeniz kritisierte, dass die von Ankara nicht anerkannte griechisch-zyprische Verwaltung bei der iGeo 2026 als „Republik Zypern“ angekündigt wurde.

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Der pensionierte Admiral Cem Gürdeniz hat mit Kritik auf die Vertretung der griechisch-zyprischen Verwaltung bei der in der Türkei ausgetragenen 22. Internationalen Geographie-Olympiade (iGeo 2026) reagiert.

In einem Beitrag auf seinem X-Account wies Gürdeniz darauf hin, dass die von Ankara nicht anerkannte griechisch-zyprische Verwaltung an der Veranstaltung teilnahm, die vom 11. bis 17. August 2026 unter der Schirmherrschaft der Türkischen Geographischen Gesellschaft ausgerichtet wurde.

Gürdeniz machte in seinem Beitrag auch auf die Medaillenzeremonie aufmerksam und erklärte, dass die Delegation als „Republik Zypern“ angekündigt und die Flagge der griechisch-zyprischen Verwaltung gehisst wurde. Gürdeniz betonte, dass im Gegensatz dazu die von der Türkei anerkannte TRNZ (Türkische Republik Nordzypern) nicht an der Organisation beteiligt war.

Gürdeniz erinnerte daran, dass eine ähnliche Debatte bereits im August 2024 während des 7. Süleymanpaşa-Optimist-Cups stattfand, der in Zusammenarbeit mit dem Gouverneursamt Tekirdağ, dem Segelclub Tekirdağ und dem Türkischen Segelverband organisiert wurde. Er merkte an, dass er bereits damals die Einladung der griechisch-zyprischen Verwaltung zu diesen Rennen und das Hissen ihrer Flagge bei der Eröffnungszeremonie kritisiert habe.

Natürlich haben internationale Organisationen ihre eigenen Mitgliedschafts- und Teilnahmeregeln. Aber das Gastgeberland hat auch seine eigenen außenpolitischen Prinzipien und nationalen Sensibilitäten.

— Cem Gürdeniz

Gürdeniz erinnerte daran, dass die Türkei die griechisch-zyprische Verwaltung nicht als „Republik Zypern“, die ganz Zypern vertritt, anerkennt, während die TRNZ ein von der Republik Türkei anerkannter Staat sei. Aus diesem Grund argumentierte er, dass es ein „Widerspruch, der ernsthaft hinterfragt werden muss“ sei, wenn die griechische Seite bei einer in der Türkei organisierten internationalen Veranstaltung im Namen ganz Zyperns vertreten werde und die türkisch-zyprische Jugend außen vor bleibe.

In seinem Beitrag forderte Gürdeniz eine stärkere Koordinierung zwischen den Institutionen und erklärte, dass das erneute Aufkommen einer ähnlichen Sensibilität zwei Jahre nach der Organisation in Tekirdağ die Notwendigkeit einer stärkeren Abstimmung zwischen den zuständigen Stellen, insbesondere dem Außenministerium, verdeutliche.

Gürdeniz sagte, die Türkische Geographische Gesellschaft sei eine Institution, die die geopolitischen Sensibilitäten der Türkei genau verfolgen müsse, und erklärte, dass das Thema vor der Organisation mit dem Außenministerium hätte koordiniert werden müssen.

Gürdeniz äußerte, dass man, während man für die Verringerung der Isolation kämpfe, mit der das türkisch-zyprische Volk auf internationaler Ebene konfrontiert sei, nicht zulassen dürfe, dass diese Isolation bei Veranstaltungen in der Türkei reproduziert werde.