Rechtswidrigkeit bei der Inhaftierung von İmamoğlu: Er erhält nicht einmal seine Medikamente

Der stellvertretende CHP-Fraktionsvorsitzende Gökhan Günaydın erklärte, dass die medizinische Untersuchung des inhaftierten Ekrem İmamoğlu auf der Polizeiwache durchgeführt werden solle und ihm seine Medikamente verweigert würden. Er sagte: „Dies verstößt gegen die Strafprozessordnung.“

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Nach der Inhaftierung des Bürgermeisters von Istanbul, Ekrem İmamoğlu, in den Morgenstunden kam eine neue Reaktion aus dem Lager der CHP. Der stellvertretende CHP-Fraktionsvorsitzende Gökhan Günaydın thematisierte in einer Sendung bei Halk TV eine rechtswidrige Praxis gegenüber İmamoğlu.

Günaydın erklärte, dass die medizinische Untersuchung gemäß dem Inhaftierungsverfahren eigentlich in einem Krankenhaus hätte stattfinden müssen, stattdessen sei jedoch geplant, İmamoğlu auf der Polizeiwache zu untersuchen.

Gökhan Günaydın sagte: „Ekrem Başkan wurde direkt zum Polizeipräsidium Vatan gebracht. Normalerweise müsste er von dort in das Krankenhaus in Bayrampaşa gebracht werden, um sich einer medizinischen Untersuchung zu unterziehen. Doch aus Sicherheitsgründen haben sie die medizinischen Teams zur Polizeidienststelle bestellt. Diese Situation verstößt gegen die Strafprozessordnung; eine medizinische Untersuchung kann nicht am Ort der Justizpolizei durchgeführt werden.“

''DER ZUGANG ZU SEINEN MEDIKAMENTEN WIRD VERWEIGERT''

Günaydın gab zudem an, dass İmamoğlu seine Medikamente nicht ausgehändigt würden und niemand mit ihm sprechen dürfe. Günaydın, der den Prozess als eine „offene Kette von Rechtswidrigkeiten“ bezeichnete, fuhr wie folgt fort:

„Ekrem İmamoğlus Medikamente werden ihm nicht gegeben, niemand darf ihn besuchen. Twitter wird gedrosselt, das Polizeipräsidium wird abgeriegelt, die medizinische Untersuchung findet auf der Wache statt, statt im Krankenhaus. Dieses Bild zeigt, dass eine neue Kette von Rechtswidrigkeiten hinzugefügt wurde. Gehen Sie auf die Straße und schauen Sie sich die Bürger an, was sie dazu sagen.“

STELLUNGNAHME DER GENERALSTAATSANWALTSCHAFT

Auf die Vorwürfe, dass İmamoğlu seine Medikamente nicht erhalte, veröffentlichte die Generalstaatsanwaltschaft eine Erklärung. In der Mitteilung der Staatsanwaltschaft wurde erklärt, dass die Vorwürfe unbegründet seien und die gesundheitlichen Bedürfnisse aller Inhaftierten erfüllt würden.

Die Generalstaatsanwaltschaft betonte, dass İmamoğlu seine Medikamente erhalten habe. Es wurde festgehalten, dass die Untersuchungen aller Verdächtigen in einem speziellen Raum ohne Anwesenheit von Polizeikräften und außerhalb des Polizeigebäudes durchgeführt würden.