Regierungsnahe Medien berichten: Arbeitsbüro für Öcalan eingerichtet

Nach Informationen regierungsnaher Quellen wird im Gefängnis auf der Insel İmralı ein „Arbeitsbüro“ für den PKK-Anführer Abdullah Öcalan vorbereitet; in Zukunft könnte die Möglichkeit von Treffen mit Journalisten und Akademikern auf die Tagesordnung kommen.

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Im Gefängnis İmralı wird eine bedeutende Neuerung umgesetzt. Im Rahmen des Prozesses, der in der Türkei unter dem Ziel einer „terrorfreien Türkei“ geführt wird, werden einige Änderungen an den Haftbedingungen des Anführers der Terrororganisation PKK, Abdullah Öcalan, vorgenommen.

Dem Bericht der Zeitung Türkiye Gazetesi zufolge wurde bekannt, dass innerhalb des Gefängnisses ein neuer Arbeitsbereich vorbereitet und Öcalan zur Nutzung zugewiesen wurde.

UMBAUTEN UND NEUE REGELUNGEN AUF İMRALI

Es wurde mitgeteilt, dass durch Renovierungsarbeiten in einem der Hauptgebäude auf dem Gefängniscampus ein durch eine Wand abgetrennter Bereich in ein Arbeitsbüro umgewandelt wird, in dem die Grundbedürfnisse erfüllt werden können.

Behörden betonten, dass diese Entwicklung lediglich die Nutzung der bestehenden Struktur auf İmralı umfasst; der Bau einer neuen Villa oder einer anderen Unterkunft auf der Insel sei nicht vorgesehen.

SIGNAL FÜR FLEXIBILITÄT BEI KOMMUNIKATIONSKANÄLEN

Beamte, die innerhalb der Regierung zu diesem Thema Stellung nahmen, merkten an, dass Abdullah Öcalan aufgrund von „Sicherheitsrisiken“ die Insel nicht verlassen wolle und dies auch in seinen Gesprächen mit dem Staat deutlich zum Ausdruck gebracht habe. Sicherheitskreise unterstrichen zudem, dass selbst im Falle einer Regelung zum „Recht auf Hoffnung“ oder einer Änderung des Strafvollzugs ein Verlassen von İmralı durch Öcalan nicht zur Debatte stehe.

Vertreter der AKP gaben an: „Eine Änderung des rechtlichen Status von Öcalan steht derzeit nicht auf unserer Agenda. Es wurden lediglich einige Erleichterungen bei den Lebensbedingungen auf İmralı gewährt. Sollte der Prozess voranschreiten, könnte eine Erweiterung der Kommunikationskanäle möglich sein. Im Einklang mit den Forderungen der DEM-Partei könnten in den kommenden Tagen Treffen verschiedener Gruppen – wie Journalisten und Akademiker – mit Öcalan ermöglicht werden.“