Riss in der YENİ-Partei wegen 'Rahmengesetz': 'Ich werde mit NEIN stimmen'

Die Abgeordnete der YENİ-Partei für Muğla, Süreyya Öneş Derici, hat angekündigt, dass sie bei der Abstimmung über das Rahmengesetz am Montag im Parlament mit 'Nein' stimmen wird.

12punto

Die Abgeordnete der YENİ-Partei für Muğla, Süreyya Öneş Derici, hat ihre Haltung zur Abstimmung über das Rahmengesetz in einer Erklärung auf ihrem Social-Media-Konto öffentlich gemacht.

Derici erklärte, dass sie bei der Abstimmung am Montag im Parlament mit „Nein“ stimmen werde. In ihrer Erklärung nahm sie Bezug auf den entsprechenden Teil des Abgeordneteneids und betonte ihre Verbundenheit mit der Existenz und Unabhängigkeit des Staates, der unteilbaren Einheit von Vaterland und Nation, der Rechtsstaatlichkeit, der demokratischen und laizistischen Republik sowie den Prinzipien und Reformen Atatürks.

 

 

Dericis Erklärung lautet wie folgt:

"Bei meinem Abgeordneteneid am Rednerpult des Parlaments habe ich vor dem großen türkischen Volk auf meine Ehre und mein Gewissen geschworen:

'Dass ich die Existenz und Unabhängigkeit des Staates, die unteilbare Einheit von Vaterland und Nation sowie die bedingungslose Souveränität der Nation schützen werde; dass ich der Rechtsstaatlichkeit, der demokratischen und laizistischen Republik sowie den Prinzipien und Reformen Atatürks treu bleiben werde.'

Im Einklang mit meinen persönlichen Prinzipien, von denen ich mein Leben lang nicht abgewichen bin und auch nicht abweichen werde, sowie dem Vertretungsmandat, das mir unser Volk erteilt hat,

gebe ich hiermit der Öffentlichkeit bekannt, dass ich bei der am Montag stattfindenden Abstimmung über das Rahmengesetz mit NEIN stimmen werde.

Süreyya Öneş Derici

YENİ-Partei Abgeordnete für Muğla"

ENGİNYURT FORDERT REFERENDUM

Unterdessen hatte der Istanbuler Abgeordnete der YENİ-Partei, Cemal Enginyurt, gestern in einem Beitrag auf X erklärt: "Fragen wir das VOLK zum Rahmengesetz. Es soll ein Referendum geben."

WAS WAR VORHER GESCHEHEN?

Die YENİ-Partei hatte den dem türkischen Parlament (TBMM) vorgelegten Entwurf zwar nicht unterzeichnet, stimmte jedoch bei den Beratungen im Justizausschuss mit 'Ja'.

Die stellvertretende Vorsitzende der YENİ-Partei, Nurhayat Altaca Kayışoğlu, hatte zudem in einer Sendung bei Halk TV erklärt, dass ihre Partei die Regelung in der Generalversammlung unterstützen werde.

Kayışoğlu hatte in ihrer Erklärung folgende Worte gewählt:

“Wir haben bereits im Ausschuss mit Ja gestimmt. Im Bericht haben wir festgehalten, dass dieses Gesetz verabschiedet werden muss, aber gleichzeitig auch der Demokratisierungsprozess stattfinden muss. Wir setzen unsere Arbeit und unseren Kampf fort. Wir sagen gleichermaßen: Die Waffen sollen niedergelegt werden, aber gleichzeitig sollen wir die Regelung zu den Zwangsverwaltern verabschieden, die Urteile des EGMR und des Verfassungsgerichts umsetzen und die Demokratisierung vorantreiben. Lassen Sie uns diese Ungerechtigkeit insgesamt beenden.”

Der Abgeordnete der YENİ-Partei für Diyarbakır, Sezgin Tanrıkulu, hatte hingegen gesagt: “Wenn der Entwurf in die Generalversammlung kommt, werden wir sowohl unsere Kritik äußern als auch Verantwortung übernehmen. Diese Verantwortung bedeutet natürlich, 'JA' zu sagen.”