Saadet-Parteichef Karamollaoğlu kritisiert 'Große Palästina-Kundgebung' der Regierung: 'Die Regierung hält keine Kundgebungen ab, sie handelt'

Der Vorsitzende der Saadet-Partei, Temel Karamollaoğlu, äußerte sich bei der Fraktionssitzung im türkischen Parlament zur aktuellen Lage. Während Karamollaoğlu betonte: "Sich heute für Jerusalem einzusetzen, bedeutet mit Sicherheit, sich für Ankara einzusetzen", kritisierte er gleichzeitig die von der AKP-Provinzorganisation Istanbul geplante 'Große Palästina-Kundgebung'.

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Der Vorsitzende der Saadet-Partei, Temel Karamollaoğlu, bewertete in seiner Rede bei der Fraktionssitzung seiner Partei im türkischen Parlament die aktuelle politische Lage. Karamollaoğlu sagte dazu:

"DIEJENIGEN, DIE ÇANAKKALE BELAGERT HABEN, HABEN GAZZA BELAGERT"

"Sich heute für Jerusalem einzusetzen, bedeutet mit Sicherheit, sich für Ankara einzusetzen. Wenn wir das erkennen, hoffen wir, dass es nicht zu spät ist. Israel und den USA heute Einhalt zu gebieten, bedeutet, das Feuer, das morgen unser Land erreichen könnte, heute zu löschen. Unter diesen Umständen trifft der Ausdruck 'Es gibt keine Verteidigungslinie, es gibt ein Verteidigungsgebiet' genau den Kern. Dieses Gebiet war gestern unser Land, heute ist es das palästinensische Territorium. Diejenigen, die gestern wie Kannibalen Istanbul und Çanakkale belagert haben, belagern heute Gaza. Diese Belagerung zu durchbrechen, ist die Pflicht eines jeden von uns. Ich lade jeden dazu ein, diese Verantwortung nun wahrzunehmen." 

Karamollaoğlu kritisierte die von der Regierung geplante Palästina-Kundgebung und sagte: "Die Regierung hält keine Kundgebungen ab, sie handelt." Er erklärte, dass die Kundgebung zu nichts anderem diene, als im Inland eine bestimmte Wahrnehmung zu erzeugen, und forderte die Regierung auf, die notwendigen Schritte zu unternehmen.

"5 UNSERER FREUNDE WERDEN NACH GAZA REISEN"

Der Vorsitzende der Gelecek-Partei, Ahmet Davutoğlu, der ebenfalls vor der Saadet-Fraktion sprach, teilte Folgendes mit:

"Es ist noch nicht klar, wann die parlamentarische Kommission aufbrechen wird, aber ich habe vorhin mit unseren Fraktionsvorsitzenden und Herrn Karamollaoğlu gesprochen. Fünf unserer Freunde haben bereits gestern bei der ägyptischen Botschaft einen Antrag gestellt, um nach Gaza zu reisen. Sie werden nicht nur Ihre Grüße überbringen, sondern auch die Grüße des Anatoliens, das von der Armee der Unterdrückten befreit wurde, nach Gaza tragen."