Saraçhane-Krise bei der Zafer Partisi: Özdağ reagiert auf den Rücktritt von Bartu Soral

Nachdem Bartu Soral aus der Zafer Partisi ausgetreten war, weil er die Entscheidung der Partei kritisierte, nicht an der Saraçhane-Kundgebung der CHP teilzunehmen, äußerte sich nun Ümit Özdağ dazu.

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Nach der Verhaftung von İmamoğlu gehen die landesweiten Kundgebungen unvermindert weiter. Die jüngste dieser Veranstaltungen fand am 1. Juli in Saraçhane statt, genau 100 Tage nach der Inhaftierung von İmamoğlu.

Vor der Kundgebung kam es zu einer bemerkenswerten Entwicklung. In einem Schreiben, das von der Parteizentrale der Zafer Partisi an die Bezirksvorsitzenden in Istanbul verschickt wurde, hieß es: „Kein Mitglied der Organisationen der Zafer Partisi wird an der heutigen Veranstaltung der CHP in Saraçhane teilnehmen.“

Dieses Schreiben stieß auf Kritik und führte schließlich zu einem Rücktritt. Bartu Soral von der Zafer Partisi erklärte seinen Austritt aus der Partei mit den Worten: „Leider wird man nicht durch bloßes Reden zum Atatürk-Anhänger... Man wird es durch Taten...“

ÖZDAĞS ANTWORT AN BARTU SORAL

Nach dieser aufsehenerregenden Entwicklung richteten sich alle Augen auf Özdağ. Özdağ, der für seine aktive Nutzung der sozialen Medien bekannt ist, sich jedoch zunächst nicht zum Rücktritt von Soral geäußert hatte, gab heute eine Erklärung zu Soral ab.

Im Rahmen seiner Parteibesuche besuchte Özdağ heute die Anahtar Parti und äußerte sich auf eine entsprechende Frage während einer gemeinsamen Pressekonferenz wie folgt zu Soral:

„Bartu Bey ist ein guter Freund von uns. Er ist auch persönlich ein Freund von mir. Unsere Freundschaft mit Bartu Bey besteht weiterhin. Wir haben heute Morgen miteinander gesprochen. Er ist ein wertvoller Ökonom, aber in der Politik kann es manchmal Unterschiede bei den Arbeitsmethoden geben. Wir haben keine inhaltlichen Differenzen. Da ich selbst meine letzte Aktion fünf Monate lang in Silivri verbracht habe, gibt es auch bei der Frage der ‚Aktion‘ keine Probleme.

Unsere Aktionen werden auch in Zukunft fortgesetzt. Sie wissen, meine letzte Aktion vor meinem Aufenthalt in Silivri war die Kundgebung ‚Keine Amnestie für die Mörder unserer Soldaten‘ in Antalya. Die Zafer Partisi wird ihre Aktionsbereitschaft auch weiterhin durch Kundgebungen, Treffen und Besuche unter Beweis stellen.

Ich glaube nicht, dass Bartu Bey am Atatürk-Bekenntnis, der Atatürk-Linie oder dem türkischen Nationalismus der Zafer Partisi und von Ümit Özdağ zweifelt.“