Scharfe Antwort Erdoğans auf Netanyahus Jerusalem-Äußerungen!

Auf die Worte des israelischen Premierministers Benjamin Netanyahu, der Präsident Recep Tayyip Erdoğan ins Visier nahm, folgte eine scharfe Antwort von Präsident Erdoğan. Auf Netanyahus Einschätzung „Jerusalem gehört uns, nicht euch“, entgegnete Erdoğan: „Jerusalem ist das gemeinsame Anliegen und Erbe der 2 Milliarden Menschen umfassenden islamischen Welt, zusammen mit uns.“

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Der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu äußerte sich in einer Sendung, an der er teilnahm, kritisch über den Präsidenten und AKP-Vorsitzenden Recep Tayyip Erdoğan. In seiner Rede berichtete Netanyahu von einer Erinnerung aus dem Jahr 1998 und äußerte sich dabei zu Erdoğan.

Der von Netanyahu erzählten Anekdote zufolge habe er während eines Treffens mit dem damaligen türkischen Ministerpräsidenten Mesut Yılmaz im Jahr 1998 einen „Austausch“ vorgeschlagen, bei dem er osmanische Artefakte aus Museen angeboten habe; Yılmaz habe diesen Vorschlag jedoch abgelehnt. Netanyahu sagte daraufhin: „Jetzt, 2000 Jahre später, haben wir unsere Stadt zurückerobert. Wir haben unsere Unabhängigkeit zurückgewonnen. Wir haben einen souveränen Staat gegründet; wir haben eine Armee aufgebaut, wir haben ein Land errichtet, das weltweit seinesgleichen sucht“, und betonte, dass Jerusalem ihnen gehöre.

Netanyahu lobte zudem die Entscheidung von Präsident Donald Trump, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen und die amerikanische Botschaft nach Jerusalem zu verlegen. Zu den zitierten Aussagen aus Netanyahus Rede gehörten folgende Worte: „Dies ist unsere Stadt, Herr Erdoğan. Nicht Ihre Stadt, unsere Stadt. Sie wird immer unsere Stadt bleiben. Sie wird nie wieder geteilt werden.“

ERDOĞAN ANTWORTETE AUF NETANYAHUS WORTE

Präsident Recep Tayyip Erdoğan antwortete bei der Grundsteinlegung des Außenministeriums-Komplexes auf Netanyahus Äußerungen.

Erdoğan reagierte auf Netanyahus Aussagen und sagte:

„Sie werden in dem Blut ertrinken, das sie vergossen haben. Davor gibt es kein Entkommen. Netanyahu weiß das nicht.“

Erdoğan erklärte, dass Jerusalem in der Geschichte durch Toleranz zu einem Ort des Friedens und des Wohlergehens gemacht worden sei.

Erdoğan fügte hinzu: „Niemand kann uns daran hindern, an der Seite der Unterdrückten in Gaza zu stehen. Wir werden nicht zulassen, dass Jerusalem beschmutzt wird.“

Der Präsident bezeichnete Jerusalem als „das gemeinsame Anliegen und Erbe der 2 Milliarden Menschen umfassenden islamischen Welt, zusammen mit uns“.

Den Informationen im Bericht zufolge hatte Erdoğan bereits in einer Rede vor dem Parlament im Jahr 2020 auf die Bedeutung Jerusalems hingewiesen und erklärt: „Jerusalem ist unsere Stadt, eine Stadt von uns“; dabei wurde betont, dass die Al-Aqsa-Moschee und der Felsendom heilige Symbole für die islamische Welt seien.