Scharfe Kritik des RTÜK-Vorsitzenden am Magazin Leman

Der Vorsitzende des Rundfunkrates RTÜK, Ebubekir Şahin, erklärte, dass eine im Magazin Leman veröffentlichte Karikatur Islamophobie fördere und dass solche Inhalte den sozialen Frieden bedrohten.

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Der Vorsitzende des türkischen Rundfunk- und Fernseh-Oberrates (RTÜK), Ebubekir Şahin, äußerte sich scharf zu einer im Magazin Leman veröffentlichten Karikatur. Şahin erklärte, dass derartige Inhalte nicht nur dem Islam, sondern auch der Glaubensfreiheit und dem sozialen Frieden schadeten.

In einer über soziale Medien verbreiteten Stellungnahme sagte Şahin: "Die im Magazin Leman veröffentlichte Karikatur ist ein systematischer Hassangriff auf den Islam und die Heiligtümer von Millionen Menschen. Wir halten es für inakzeptabel, dass unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit Religionen und Heiligtümer beleidigt werden." Şahin betonte, dass der RTÜK auf nationaler und internationaler Ebene gegen Islamfeindlichkeit kämpfe und das in Bosnien und Herzegowina stattfindende Internationale Symposium zur Bekämpfung von Islamophobie ein Teil dieses Kampfes sei.

KAMPF GEGEN ISLAMOPHOBIE

Şahin erklärte, dass der RTÜK nicht nur eine Institution sei, die Rundfunksendungen überwache, sondern auch eine öffentliche Behörde, die ethische Grenzen gegen Hassrede in den Medien schütze. Er teilte mit, dass man mit dem an der Universität Ankara Bilim gegründeten Zentrum für Islamophobie-Bekämpfung (CENTERCIF) zusammenarbeite. Über dieses Zentrum würden islamfeindliche Inhalte erfasst und analysiert. Şahin fügte hinzu: "Jeder Angriff auf den Namen des Propheten Mohammed (s.a.v.) auf diesem Boden hinterlässt tiefe Spuren im Gedächtnis unserer Nation. Wir sind dafür verantwortlich, dieses Gedächtnis zu bewahren."

HINTERGRUND DES VORFALLES

Nach der Veröffentlichung der Karikatur im Magazin Leman hatten einige Gruppen das Verlagsgebäude in der Istiklal-Straße angegriffen. Justizminister Yılmaz Tunç hatte bekannt gegeben, dass aufgrund der Karikatur ein Ermittlungsverfahren gegen das Magazin Leman wegen "öffentlicher Herabwürdigung religiöser Werte" eingeleitet wurde.