Scharfe Kritik von Dervişoğlu an Erdoğan: 'Du verkaufst hier kein Wasser in Kasımpaşa, komm zur Vernunft'
Der Vorsitzende der İYİ-Partei, Müsavat Dervişoğlu, reagierte scharf auf die jüngste Rede von Präsident Erdoğan und betonte, dass bei der Führung der Türkei mehr Vorsicht geboten sei.
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Der Vorsitzende der İYİ-Partei, Müsavat Dervişoğlu, kritisierte die jüngste Rede von Präsident Erdoğan und erklärte, dass die Türkei auf der internationalen Bühne in eine schwierige Lage geraten könnte. Dervişoğlu äußerte, dass Erdoğans Worte im Europaparlament oder bei den Vereinten Nationen gegen die Türkei verwendet werden könnten. Er wandte sich mit den Worten "Glaubst du immer noch, du verkaufst Wasser in Kasımpaşa? Komm zur Vernunft" an Erdoğan.
Bei einer erweiterten Provinzialvorstandssitzung seiner Partei in Edirne wies Dervişoğlu auf die Probleme hin, mit denen die Türkei konfrontiert ist. Er betonte, dass Verfassungsänderungen als Reaktion auf die Forderungen der PKK falsch seien und die Regierung in dieser Hinsicht keine Schritte unternehmen dürfe. "Solange es die İYİ-Partei gibt, kann auf die Forderungen von Terrororganisationen nicht eingegangen werden", sagte er.
DISKUSSIONEN ÜBER NEUE BÜNDNISSE
Dervişoğlu erklärte, dass das Wahlsystem Bündnisse erzwinge, und betonte, dass die İYİ-Partei ein Bündnis mit dem Volk eingehen werde. Er wies darauf hin, dass es falsch sei, sie bei vergangenen Wahlen mit der HDP in Verbindung zu bringen, und erinnerte daran, dass die Volksallianz (Cumhur İttifakı) die HDP als Akteur unter dem Tisch darstelle. "Unser Bündnis ist mit dem Volk, wir werden die Probleme mit unseren eigenen Kadern lösen", sagte er.
HALTUNG IM KAMPF GEGEN DEN TERROR
Dervişoğlu bezeichnete Abdullah Öcalan und die PKK als Terroristen und kritisierte die Haltung der Regierung in dieser Frage. "Sie sollen ihre Zuneigung zur DEM vertiefen, aber wir nennen Öcalan einen Terroristen", sagte er und stellte die Haltung der Regierung im Kampf gegen den Terror in Frage. Er betonte, dass die İYİ-Partei in dieser Angelegenheit keine Zugeständnisse machen werde.
Dervişoğlu unterstrich, dass sie die nationale Identität und die unitäre Staatsstruktur der Türkei schützen würden, und sagte: "Wir werden an der Seite der Republik stehen, wir werden die Türkei nicht ohne die Republik lassen." Er drückte seine Überzeugung aus, dass die Türkei unter schwierigen Bedingungen die richtige Lösung finden werde.