Schock-Vertagung im „Mutlak Butlan“-Verfahren: Streit zwischen Regierungspartnern wächst
Der ehemalige AKP-Abgeordnete Şamil Tayyar gab bekannt, dass die Entscheidung des Berufungsgerichts im öffentlich bekannten „Mutlak Butlan“-Verfahren vertagt wurde. Tayyar wies darauf hin, dass sich einige hochrangige Vertreter von AKP und MHP gegen die Entscheidung aussprechen.
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Der ehemalige AKP-Abgeordnete Şamil Tayyar hat bekannt gegeben, dass die Berufungsprüfung in dem Fall, der in der Öffentlichkeit als „Mutlak Butlan“-Verfahren (Verfahren wegen absoluter Nichtigkeit) bekannt ist, überraschend vertagt wurde.
Tayyar erklärte, dass eine Entscheidung im Laufe des Monats Mai nicht mehr zu erwarten sei, und teilte bemerkenswerte Informationen über die anhaltenden Debatten innerhalb von AKP und MHP.
BERUFUNGSENTSCHEIDUNG WIRD NICHT IM MAI FALLEN
In einer Erklärung über soziale Medien teilte Tayyar mit, dass die Akten von den lokalen Gerichten in Istanbul und Ankara angefordert wurden und das Berufungsgericht derzeit alle Beweise bewerte. Obwohl ursprünglich erwartet wurde, dass die Entscheidung im Mai fallen würde, sagte Tayyar: „Es wurde überraschend vertagt. Es besteht keine Möglichkeit, dass im Mai eine Entscheidung fällt. Die Diskussionen um diesen Fall werden noch mindestens einen weiteren Monat andauern.“
KLAGE AUF ANNULLIERUNG DES 38. ORDENTLICHEN CHP-PARTEITAGS
Tayyars Erklärungen beziehen sich auch auf die Entwicklungen im Zusammenhang mit der Klage, die darauf abzielt, die Ergebnisse der Wahl des CHP-Parteivorsitzenden Özgür Özel für ungültig erklären zu lassen. In dem Verfahren, das auf die Annullierung des 38. Ordentlichen Parteitags abzielte, auf dem Özel gewählt wurde, hatte das lokale Gericht den Antrag auf Annullierung abgelehnt, woraufhin der Fall in die Berufungsinstanz überging. Dieser Prozess war Gegenstand intensiver Diskussionen in den politischen Kreisen Ankaras.
INTERNE DEBATTEN IN AKP UND MHP
Tayyar gab in seinem Beitrag an, dass einige autorisierte Persönlichkeiten innerhalb von AKP und MHP gegen eine „Mutlak Butlan“-Entscheidung seien. Laut Tayyar soll insbesondere MHP-Parteichef Devlet Bahçeli gegen diese Entscheidung sein, was zu internen Spannungen geführt habe. Tayyar sagte: „Persönlichkeiten, die der Ansicht sind, dass ein Aufflammen interner Debatten nicht angemessen sei, solange die Lage im Iran-Konflikt nicht geklärt ist, versuchen, die Spannungen zwischen Politik und Justiz zu verringern.“
Tayyar brachte zudem eine interessante Behauptung bezüglich der CHP ins Spiel. Er behauptete, dass einige Personen in der CHP-Führung „Kooperationssignale“ an die Volksallianz (Cumhur İttifakı) gesendet hätten, um das Zustandekommen einer „Mutlak Butlan“-Entscheidung zu verhindern. Tayyar erklärte, dass diese Behauptungen hinter den Kulissen diskutiert würden. Er bekräftigte jedoch erneut, dass eine Entscheidung des Berufungsgerichts im Mai nicht zu erwarten sei und betonte, dass der Prozess noch längere Zeit in Anspruch nehmen werde.