Selçuk Özdağ bereut sein damaliges 'Ja'-Votum
Selçuk Özdağ von der Gelecek-Partei äußerte sein Bedauern über seine Zustimmung beim Referendum 2017 und betonte, er werde in Zukunft vorsichtiger sein, um ähnliche Fehler zu vermeiden.
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Am zweiten Tag des Opferfestes besuchten Vertreter verschiedener politischer Parteien die Zentrale der Yeniden Refah Partisi.
Während dieser Besuche war auch Selçuk Özdağ als Vertreter der Gelecek-Partei anwesend, wobei ein Meinungsaustausch über die Beziehungen zwischen den Parteien sowie aktuelle Themen stattfand.
Özdağ übermittelte die Grüße des Vorsitzenden der Gelecek-Partei, Ahmet Davutoğlu, und erklärte, er bereue sein damaliges 'Ja'-Votum für die Verfassungsänderung und entschuldige sich deshalb bei der Bevölkerung. Özdağ betonte, dass er in Zukunft vorsichtiger agieren werde, um eine ähnliche Reue zu vermeiden.
KRITIK AN PARTEIWECHSELN
Selçuk Özdağ erklärte, dass Abgeordnete, die nach ihrer Wahl die Partei wechseln, den Wählerwillen missachten, und bezeichnete dies als moralisch nicht vertretbar.
Özdağ sagte: "Es ist nicht richtig, das Mandat der Opposition anzunehmen und dann zur Regierungspartei überzulaufen. Wenn man sich der Regierungspartei anschließen möchte, hätte man von Anfang an dort kandidieren sollen."
Er fügte hinzu, dass die Gelecek-Partei im Falle einer Regierungsübernahme keine Beitritte von Mitgliedern anderer Parteien anstrebe und es für diese Personen angemessener sei, unabhängig zu bleiben.
BOTSCHAFT ZU KANAL ISTANBUL
Während des Besuchs überreichte der stellvertretende Vorsitzende der Yeniden Refah Partisi, Bülent Osman Osmanağaoğlu, der Gastdelegation die Broschüre von Doğan Aydal mit dem Titel "Kanal İstanbul darf niemals gebaut werden" sowie das Buch "Davamız" (Unsere Sache) von Necmettin Erbakan. Osmanağaoğlu wies darauf hin, dass die Glaubwürdigkeit der derzeitigen Regierung gering sei und betonte die Bedeutung von Kontrollmechanismen.
Osmanağaoğlu erklärte: "Demokratie bedeutet nicht nur Mehrheit; es ist nicht richtig, die neunundvierzig Prozent mit nur einer Stimme mehr zu ignorieren", und forderte eine Stärkung der Kontrollfunktion des Parlaments.