Spannungen zwischen Netanjahu und Trump wegen der Türkei

In einem Telefonat zwischen US-Präsident Donald Trump und dem israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu nach dem NATO-Gipfel in Ankara beschuldigte der israelische Regierungschef die Türkei, eine Bedrohung für die Sicherheit Israels darzustellen.

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US-Präsident Donald Trump führte am 9. Juli nach dem in Ankara abgehaltenen NATO-Gipfel ein Telefonat mit dem israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu. Dem Bericht internationaler Nachrichtenagenturen zufolge deutet das Gespräch auf neue Spannungen in den Beziehungen zwischen den beiden Ländern hin. Es wurde berichtet, dass Netanjahu dem US-Präsidenten seine Besorgnis bezüglich der Türkei mitgeteilt habe.

Es wurde festgehalten, dass Netanjahu insbesondere Präsident Recep Tayyip Erdoğan und dessen enges Umfeld ins Visier nahm und sein Unbehagen über Äußerungen türkischer Beamter zum Ausdruck brachte, welche „die Legitimität des Staates Israel infrage stellen und die Schaffung neuer Sicherheitszonen an den israelischen Grenzen fordern“.

ISRAELS F-35-FORDERUNG UND DIE HALTUNG DER USA

Es wurde bekannt, dass Netanjahu nicht nur Telefonate mit US-Präsident Trump führte, sondern in der vergangenen Woche auch die Regierung in Washington dazu drängte, den Verkauf von F-35-Kampfjets an die Türkei zu blockieren. Während sich die US-Seite bezüglich ihrer Entscheidung in dieser Angelegenheit nicht klar äußerte, bestätigte ein namentlich nicht genannter Beamter der US-Regierung, dass das Gespräch stattgefunden habe.

HARTE REAKTION AUS DER TÜRKEI

Die Türkei reagierte schnell und scharf auf die Vorwürfe aus Israel. In einer Erklärung des Außenministeriums wurde betont, dass die von israelischen Beamten vorgebrachten Behauptungen grundlos seien. „Diese Äußerungen sind Teil einer Desinformationskampagne, die mit deutlicher Koordination und zu einem bestimmten Zeitpunkt gestartet wurde“, hieß es. Das Ministerium betonte zudem, dass Netanjahu und sein Team die gegen sie gerichtete Kritik absichtlich verzerrten und versuchten, mit Propagandamethoden von der eigentlichen Agenda abzulenken.

TRUMP SIGNALISIERT ANNÄHERUNG AN ERDOĞAN

Andererseits wurde berichtet, dass US-Präsident Trump bei seinem Gespräch mit Präsident Erdoğan am 7. Juli zugesagt habe, eine Aufhebung der gegen die Türkei verhängten CAATSA-Sanktionen sowie eine Wiederaufnahme des F-35-Verkaufs zu prüfen. Diese Entwicklungen führten zu Spekulationen, dass es in naher Zukunft zu bedeutenden Veränderungen in den Beziehungen zwischen Washington und Ankara kommen könnte.