Strafanzeige eines AKP-Abgeordneten gegen Journalisten

Der AKP-Abgeordnete für Çorum, Yusuf Ahlatcı, hat Strafanzeige gegen den Journalisten Elvan Yılmaz erstattet, der ihn kritisiert hatte. Yılmaz hatte zuvor kritisiert, dass Ahlatcı nicht genügend Dienstleistungen für Çorum erbracht habe.

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Der AKP-Abgeordnete für Çorum, Yusuf Ahlatcı, ist gegen den Journalisten Elvan Yılmaz, Inhaber der Nachrichtenseite Rota Çorum Haber, vorgegangen, nachdem dieser ihn in einem Artikel mit dem Titel „Wurden die Einwohner von Çorum schon wieder getäuscht?“ kritisiert hatte. 

Yılmaz hatte den AKP-Abgeordneten Yusuf Ahlatcı im Zusammenhang mit dem Ausbleiben der Hochgeschwindigkeitszugverbindung nach Çorum ins Visier genommen und behauptet, Ahlatcı sei in seiner Arbeit unzureichend und seine Forderungen würden von der AKP-Parteizentrale nicht ernst genommen.

'MEIN ANSEHEN WURDE GESCHÄDIGT'

Der Abgeordnete Yusuf Ahlatcı reichte bei der Staatsanwaltschaft von Çorum Strafanzeige ein und erklärte, der Bericht ziele darauf ab, ihn zu diskreditieren und in der Öffentlichkeit herabzuwürdigen. Ahlatcı leitete rechtliche Schritte gegen Yılmaz ein, mit der Begründung, sein persönlicher Ruf sei geschädigt worden.

ZIEL IST EINSCHÜCHTERUNG UND ZENSUR

Der Journalist Elvan Yılmaz wies die Vorwürfe in seiner polizeilichen Aussage zurück. Yılmaz betonte, sein Bericht habe dem Zweck gedient, die Öffentlichkeit zu informieren, und bezeichnete die Strafanzeige von Ahlatcı als Versuch, ihn einzuschüchtern und zum Schweigen zu bringen. Yılmaz erklärte, er habe lediglich sein Recht auf Kritik im Rahmen der Pressefreiheit ausgeübt.

KRITIK AM HOCHGESCHWINDIGKEITSZUG IM FOKUS

Es ist bekannt, dass das Thema Hochgeschwindigkeitszug, das Elvan Yılmaz in seinem Bericht aufgriff, in Çorum seit langem Gegenstand von Diskussionen ist. Yılmaz hatte zum Ausdruck gebracht, dass die Bevölkerung enttäuscht sei, da der versprochene Hochgeschwindigkeitszug für Çorum bisher nicht realisiert werden konnte. Ahlatcıs Unzulänglichkeit in dieser Angelegenheit steht dabei im Mittelpunkt der Kritik.