Strafanzeige gegen Präsident Erdoğan als Beleidigung gewertet: Anklageschrift gegen Anwälte erstellt

Die Generalstaatsanwaltschaft Bakırköy hat eine Anklageschrift gegen drei Anwälte der HKP wegen des Vorwurfs der Beleidigung von Präsident Erdoğan erstellt.

12punto

Die Generalstaatsanwaltschaft Bakırköy hat eine Anklageschrift gegen die Anwälte Ali Serdar Çıngı, Fettah Ayhan Erkan und Pınar Akbina Karaman, Mitglieder der Halkın Kurtuluş Partisi (HKP), wegen des Vorwurfs der Beleidigung von Präsident Recep Tayyip Erdoğan erstellt.

Die Ermittlungen wurden eingeleitet, nachdem die Anwälte eine Strafanzeige gegen den Präsidenten bei der Staatsanwaltschaft eingereicht hatten. In der Anklageschrift wurden die Strafanzeigeschriften als Beweismittel angeführt.

Gerichtsverfahren nach Strafanzeige gegen Erdoğan eingeleitet

Die Anwälte erregten mit ihrer Strafanzeige gegen Erdoğan Aufsehen. Hintergrund der Anzeige waren die Behauptungen von Sedat Peker, die die türkische Öffentlichkeit erschütterten und sich auf Kalaschnikows bezogen, die nach dem 15. Juli mit einem Fahrzeug der AKP-Jugendorganisation an Zivilisten verteilt worden sein sollen. Diese Vorwürfe veranlassten die genannten Anwälte dazu, Strafanzeige gegen Erdoğan zu erstatten. Die Generalstaatsanwaltschaft Istanbul schloss das Verfahren jedoch mit der Begründung ab, dass "kein Anlass für Ermittlungen" bestehe.

Ermittlungen gegen die Anwälte, die Strafanzeige erstattet hatten

Nach dieser Entscheidung leitete die Generalstaatsanwaltschaft Bakırköy jedoch ein Ermittlungsverfahren gegen die Anwälte wegen Beleidigung des Präsidenten ein. In der Anklageschrift wurden die besagten Strafanzeigeschriften sowie die Aussagen der Anwälte als Beweismittel aufgeführt. Das Justizministerium erteilte am 8. August die Genehmigung zur Strafverfolgung. Die Akte der Anwälte wurde an das Schwurgericht Istanbul überwiesen.