Termin für den Prozess gegen Selçuk Tengioğlu, der CHP-Chef Özgür Özel angriff, steht fest

Der Termin für den Prozess gegen Selçuk Tengioğlu, der CHP-Parteivorsitzenden Özgür Özel nach der Trauerfeier für Sırrı Süreyya Önder angriff, steht fest. Tengioğlu, dem eine Freiheitsstrafe von bis zu 4,5 Jahren droht, wird sich vor Gericht verantworten müssen.

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Nach der Zeremonie für den stellvertretenden Parlamentspräsidenten und DEM-Parteienabgeordneten Sırrı Süreyya Önder am 6. Mai 2024 im Atatürk-Kulturzentrum wurde Selçuk Tengioğlu festgenommen, nachdem er versucht hatte, den CHP-Vorsitzenden Özgür Özel zu ohrfeigen. Er wurde noch am selben Tag dem Haftrichter vorgeführt und inhaftiert.

BIS ZU 4,5 JAHRE HAFT GEFORDERT

In der Anklageschrift zu dem Angriff wird für Tengioğlu wegen „vorsätzlicher Körperverletzung im Zusammenhang mit einem öffentlichen Amt“ eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren und drei Monaten bis zu vier Jahren und sechs Monaten gefordert.

PROZESSDATUM STEHT FEST

Wie die HaberTürk-Reporterin Ceylan Sever berichtet, hat das 44. Strafgericht erster Instanz in Istanbul den Verhandlungstermin für Selçuk Tengioğlu auf Dienstag, den 9. Juli 2025, um 10:30 Uhr festgelegt. Das Gericht entschied zudem, dem Angeklagten einen Pflichtverteidiger durch die Anwaltskammer zuzuweisen.

Es stellte sich heraus, dass der 66-jährige Selçuk Tengioğlu im Jahr 2004 seine beiden Kinder getötet hatte und deswegen inhaftiert worden war. Tengioğlu, der zudem wegen Diebstahls und Bedrohung vorbestraft ist, wurde 2020 nach insgesamt 16 Jahren Haft auf Bewährung entlassen.

ÖZGÜR ÖZEL: „WIR HABEN KEINE ANGST, WIR WEICHEN NICHT ZURÜCK“

Nach dem Angriff erklärte Özgür Özel: „Wir haben keine Angst, aber diejenigen, die diesen Angriff organisiert haben, sollen Angst vor uns haben. Wir haben unser Programm nicht unterbrochen, sind nicht ins Krankenhaus gegangen und sind keinen Zentimeter von unserem Kampf zurückgewichen.“ Özel hatte mit den Worten „Wenn wir uns auch nur einen Zentimeter beugen, werden sie versuchen, dieses Volk in die Knie zu zwingen. Das werden wir niemals zulassen“ ein deutliches Signal gesendet.