The New York Times schreibt: 'Imamoglus Verhaftung hat die Türkei aufgerüttelt!' Das Feuer ist längst entfacht
Die Verhaftung des Bürgermeisters von Istanbul, Ekrem Imamoglu, und die Blockade seiner Präsidentschaftskandidatur haben in der gesamten Türkei zu großflächigen Protesten geführt. Die angesehene US-Zeitung The New York Times berichtete der Welt über die Ereignisse mit den Worten: „Nicht nur das Feuer einer politischen Figur, sondern das Feuer des Kampfes für Demokratie und Gerechtigkeit wurde entfacht.“
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Die Festnahme des Bürgermeisters der Stadt Istanbul (IBB), Ekrem Imamoglu, bei einer Razzia in seinem Haus am 19. März und seine anschließende Inhaftierung im geschlossenen Gefängnis von Marmara haben in der Türkei für großes Aufsehen gesorgt. Insbesondere die Annullierung von Imamoglus Universitätsdiplom, die seine Präsidentschaftskandidatur verhinderte, löste sowohl im Inland als auch international scharfe Reaktionen aus.
Die renommierte US-Zeitung The New York Times (NYT) griff die Entwicklungen in der Türkei auf. In dem von Ben Hubbard und Safak Timur verfassten Bericht wurde betont, dass es bei der Verhaftung von Imamoglu nicht nur um eine politische Figur gehe, sondern dass dies einen breiteren Kampf für Freiheit, Gerechtigkeit und Demokratie ausgelöst habe.
''DAS FEUER IST LÄNGST ENTFACHT''
Irem Tacyildiz, eine Studentin der Wirtschaftswissenschaften an der Technischen Universität des Nahen Ostens (ODTÜ), die gegenüber der NYT sprach, erklärte, dass sich die Proteste nicht nur gegen die Verhaftung von Imamoglu richteten, sondern gegen das seit langem zunehmende Unterdrückungsklima im Land, und sagte: „Das Feuer ist längst entfacht“.
In dem Bericht wurde mitgeteilt, dass sich Studenten an Universitäten in der ganzen Türkei organisierten, Protestkomitees gründeten und Informationen über die Verwendung von Gasmasken sowie Vorsichtsmaßnahmen gegen Tränengas über soziale Medien austauschten.
WIDERSTANDSBOTSCHAFT DER CHP
Die New York Times wies auch darauf hin, dass die Republikanische Volkspartei (CHP) angekündigt habe, ihren Wahlkampf trotz der Verhaftung von Imamoglu fortzusetzen. In dem Bericht wurde erwähnt, dass der CHP-Vorsitzende Özgür Özel den Widerstand persönlich vom Rathaus aus leite, wo er auch übernachte, und dass er zum Boykott von Unternehmen aufgerufen habe, die der Regierung nahestehen und die Proteste der Bevölkerung nicht unterstützen.
Özels Erklärung mit den Worten „Wir werden diejenigen nicht vergessen, die diesen Platz nicht sehen“ fand in dem Bericht der NYT breiten Raum. Die Zeitung wies darauf hin, dass die spontan entstandenen Proteste in vielen Städten der Türkei in der kommenden Zeit noch weiter anwachsen könnten.
Andererseits wurde in dem Bericht betont, dass diese Entwicklungen in der Türkei international für Echo sorgen und Erklärungen des Europäischen Parlaments sowie des US-Außenministeriums zu diesem Thema erwartet werden.
Die NY Times bewertete die Ereignisse als „eine kritische Schwelle für demokratische Werte und die Rechtsstaatlichkeit in der Türkei“ und wies darauf hin, dass der Verlauf der Proteste für die politische Zukunft des Landes entscheidend sein könnte.