TÜİK reicht Verleumdungsklage gegen Ali Mahir Başarır ein
Aufgrund seiner Kritik an der Inflation hat das türkische Statistikamt TÜİK eine Zivilklage auf Schmerzensgeld in Höhe von 50.000 TL gegen den CHP-Fraktionsvorsitzenden Ali Mahir Başarır eingereicht. Başarır kritisierte die Inflationsberechnungen des TÜİK und erklärte: „Diejenigen, die das Volk in die Irre führen, müssen zur Rechenschaft gezogen werden.“
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Das Türkische Statistikamt (TÜİK) hat gegen den CHP-Fraktionsvorsitzenden und Abgeordneten für Mersin, Ali Mahir Başarır, eine Zivilklage auf Schmerzensgeld in Höhe von 50.000 TL eingereicht. Grund dafür sind Äußerungen, die Başarır während einer Pressekonferenz im türkischen Parlament getätigt hatte und die das Institut als beleidigend einstuft. Başarır hatte die vom TÜİK bekannt gegebenen Inflationsraten in seiner Pressekonferenz am 3. Juli scharf kritisiert.
In seinen Ausführungen behauptete Başarır, dass das TÜİK die Inflationsraten falsch berechne, und erklärte: „Diese Raten sind gefälscht. Das TÜİK ist zu einer Institution geworden, die Rentner und Beamte benachteiligt. Es gibt einen großen Unterschied zwischen der Inflation auf der Straße und den vom TÜİK verkündeten Raten. Gemäß den Raten der ENAG hätten die Renten deutlich höher ausfallen müssen.“
DIE KLAGEBEGRÜNDUNG DES TÜİK
In der bei Gericht eingereichten Klageschrift argumentierte das TÜİK, dass die Worte von Başarır vorsätzlich und ohne Rücksicht auf das öffentliche Interesse geäußert worden seien. Das Institut vertritt die Auffassung, dass diese Äußerungen einen schweren Angriff auf die Persönlichkeitsrechte des TÜİK und seiner Mitarbeiter darstellen, und forderte daher das Schmerzensgeld.
REAKTION VON BAŞARIR
Ali Mahir Başarır erklärte in einer Stellungnahme zu der Klage, dass das TÜİK die Wirtschaftsdaten nicht transparent präsentiere und die Öffentlichkeit in die Irre führe. Başarır sagte: „Das TÜİK benachteiligt Millionen von Menschen, indem es die Inflationsraten falsch berechnet. Deshalb müssen diejenigen, die das Volk in die Irre führen, unserem Volk gegenüber Rechenschaft ablegen.“ Başarır fügte zudem hinzu, dass die vom TÜİK veröffentlichten Inflationsraten nicht mit der Realität auf der Straße übereinstimmten und dieser Umstand in der Öffentlichkeit Zweifel hervorrufe.