Tülay Hatimoğulları antwortet auf Kılıçdaroğlus Demirtaş-Aussage: 'Er verteidigt es immer noch'

Die Ko-Vorsitzende der DEM-Partei, Tülay Hatimoğulları, reagierte scharf auf die Äußerungen von Kemal Kılıçdaroğlu zur Aufhebung der Immunität von Selahattin Demirtaş.

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Die Ko-Vorsitzende der DEM-Partei, Tülay Hatimoğulları, äußerte Kritik an der Aussage des ehemaligen CHP-Vorsitzenden Kemal Kılıçdaroğlu, der bezüglich der Aufhebung der Immunität des inhaftierten ehemaligen HDP-Ko-Vorsitzenden Selahattin Demirtaş erklärte, er „bereue es nicht“.

'WIR HÄTTEN EINE ENTSCHULDIGUNG ERWARTET'

Nach Kılıçdaroğlus Äußerungen betonte Hatimoğulları in einem Auftritt bei Halk TV, dass man von Kılıçdaroğlu in dieser Angelegenheit eine Entschuldigung erwartet habe. Hatimoğulları erklärte: „Ich habe Kılıçdaroğlu verfolgt. Wir hätten klar eine Entschuldigung erwartet“, und fügte hinzu, dass man einen Ausdruck des Bedauerns erwartet habe.

Hatimoğulları wies zudem darauf hin, dass von Beginn des Prozesses an bekannt gewesen sei, dass bei einer Aufhebung der Immunitäten zahlreiche Politiker verhaftet würden. „Zu sagen, ich habe es falsch gesehen oder wurde falsch gelenkt, ist eine Tugend. Er verteidigt es immer noch. Das akzeptieren wir nicht. Die Logik, die damals unsere Freunde verhaftete, ist dieselbe Logik, die heute Urteile fällt“, sagte sie.

In ihren weiteren Ausführungen argumentierte Hatimoğulları, dass jeder wisse, dass das Justizsystem von der Regierung als „Knüppel“ benutzt werde, und dass es in einem solchen Umfeld inakzeptabel sei, der Aufhebung der Immunitäten zuzustimmen. „Wie können Sie die Aufhebung der Immunitäten fordern, obwohl Sie wissen, dass die Regierung die Justiz als Knüppel benutzt?“, fragte Hatimoğulları und unterstrich, dass die Konsequenzen dieser Entscheidung von Anfang an absehbar gewesen seien.

Hatimoğulları erinnerte daran, dass nach der Aufhebung der Immunitäten im Parlament vorhersehbar war, dass Demirtaş, Figen Yüksekdağ, Mitglieder des Zentralkomitees sowie gewählte Abgeordnete verhaftet würden, was auch eingetreten sei, und betonte, dass ihre Unzufriedenheit mit dem Prozess weiterhin bestehe.