Turhan Çömez kritisiert „Gemeinsames Verteidigungsabkommen von Mekka“: Türkei sollte nicht Teil dieses Abkommens sein

Çömez erklärte, dass das Abkommen, das laut seinen Angaben zwischen der Türkei, Saudi-Arabien und Pakistan unterzeichnet wurde, dem Parlament vorgelegt und dort debattiert werden müsse.

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Turhan Çömez äußerte in einem Beitrag auf seinem Social-Media-Kanal seine Bedenken hinsichtlich des zwischen der Türkei, Saudi-Arabien und Pakistan unterzeichneten „Gemeinsamen Verteidigungsabkommens von Mekka“.

Nach Angaben von Çömez basiert das Abkommen auf dem Prinzip, dass ein Angriff auf eines der drei Länder als Angriff auf alle drei gewertet wird. Çömez argumentierte, dass diese Regelung ernsthafte außenpolitische und sicherheitsrelevante Risiken für die Türkei bergen könnte.

Turhan Çömez erklärte, dass das Abkommen im Parlament diskutiert werden müsse.

In seinem Beitrag behauptete Çömez, dass die USA hinter dem Abkommen stünden, und mutmaßte, dass „eine sunnitische Front gegen den Iran gebildet werden soll“. Unter Hinweis auf die Normalisierungsgespräche zwischen Saudi-Arabien und Israel stellte Çömez die Frage, welche Position die Türkei einnehmen werde, sollte Riad den Abraham-Abkommen beitreten.

Çömez warf die Fragen auf, ob ein Angriff des Iran auf Saudi-Arabien als Angriff auf die Türkei gewertet würde und ob in einem solchen Fall Artikel 5 der NATO zur Anwendung käme.

Çömez ging auch auf die Konflikte Saudi-Arabiens mit den Huthi-Rebellen ein und erklärte, es müsse geklärt werden, ob die Türkei in diesem Konflikt Partei ergreifen würde, falls die Huthis Saudi-Arabien angreifen sollten.

Unter Verweis auf die Spannungen Pakistans mit Afghanistan und Indien vertrat Çömez die Ansicht, dass das Abkommen die Türkei in regionale Konflikte hineinziehen könnte.

"Die Türkei sollte nicht Teil dieses Abkommens sein. Gemäß Artikel 90 der Verfassung muss es zwingend dem Parlament vorgelegt und dort debattiert werden".

— Turhan Çömez

Çömez bezeichnete das besagte Abkommen als „Teil eines Plans zur Gestaltung des Nahen Ostens“, während erwartet wird, dass offizielle Stellungnahmen zu diesem Thema den weiteren Verlauf der Debatte bestimmen werden.