Ümit Özdağ schreibt Brief aus Silivri: 'Sie halten mich aufgrund einer politischen Entscheidung fest'

Der Vorsitzende der Zafer-Partei, Ümit Özdağ, hat aus dem Gefängnis Silivri einen Brief an den Sözcü-Kolumnisten Saygı Öztürk geschickt. In seinem Schreiben beteuert Özdağ seine Unschuld und erklärt: "Ich erwarte nichts von der Justiz, ich werde hier aufgrund einer politischen Entscheidung festgehalten."

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Der Vorsitzende der Zafer-Partei, Prof. Dr. Ümit Özdağ, hat aus dem Gefängnis Silivri, in dem er inhaftiert ist, einen Brief an Saygı Öztürk geschickt und über seine Erfahrungen berichtet. Özdağ betonte, dass die Bedingungen im Gefängnis gut organisiert seien, es jedoch an Gerechtigkeit fehle, und äußerte sich in seinem Brief wie folgt:

"Ist es in Silivri kalt? Ja, sehr kalt. Aber das Gefängnis ist geordnet, die Beamten verrichten ihre Arbeit professionell. Es gibt rund um die Uhr warmes Wasser, das Essen ist nicht schlecht, und in der Kantine kann man vieles besorgen. Doch in der Kantine gibt es keine Gerechtigkeit und keine Freiheit. Unsere Situation ähnelt der von schwarzen Amerikanern, die in den 1960er Jahren in den Südstaaten der USA lebten. Unsere verfassungsmäßigen und gesetzlichen Rechte sind außer Kraft gesetzt.

'SIE HALTEN MICH AUFGRUND EINER POLITISCHEN ENTSCHEIDUNG FEST'

Da ich unschuldig bin, erwarte ich nichts von der Justiz. Sie halten mich hier aufgrund einer politischen Entscheidung fest. Ich vertraue außer dem türkischen Volk, dem ich mit unendlicher Liebe verbunden bin, keiner anderen Person, Institution oder Behörde. Das Urteil liegt bei der Politik, die Gerechtigkeit jedoch bei Gott."