Umstrittener Schritt eines CHP-Kandidaten: Erst dagegen, dann zu Besuch

Vor den Kommunalwahlen absolvierten die Kandidaten ihre letzten Arbeiten und statteten ihre letzten Besuche ab. Der CHP-Bürgermeister von Odunpazarı, Kazım Kurt, besuchte einen Verein, der dem İsmailağa-Orden nahesteht. In der Vergangenheit hatte Kurt noch erklärt: „Die Menschen in Eskişehir werden organische Verbindungen zu Sekten nicht zulassen.“

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Der CHP-Bürgermeister von Eskişehir-Odunpazarı, Kazım Kurt, besuchte im Stadtteil Emek den Hicret-Verein, der dem İsmailağa-Orden nahesteht. Es wurde bekannt, dass Kurt bei dem Orden um Stimmen für sich selbst und für die CHP-Kandidatin für das Bürgermeisteramt der Metropolregion, Ayşe Ünlüce, warb, was bei Kritikern auf Unmut stieß.

Kazım Kurts Besuch bei dem Orden löste insbesondere in der Öffentlichkeit von Eskişehir Reaktionen aus. Kurt verteidigte den Besuch jedoch. Auf seinem Social-Media-Account teilte er Aufnahmen aus lokalen Fernsehsendungen, in denen er Fragen zu diesem Thema beantwortete, und schrieb dazu:

„Mein Besuch im Hicret-Verein hat zu unterschiedlichen Interpretationen geführt. Wir haben alle Moscheevereine besucht. Wer uns einlädt, den besuchen wir, um unsere Ansichten darzulegen. Ich bin ein Mensch, der an einen demokratischen, laizistischen und sozialen Rechtsstaat glaubt und dafür kämpft. Das weiß jeder. Das muss diesen Menschen vermittelt werden. Wir gehen nicht wie andere zu bestimmten Stiftungen oder Vereinen, um zu sagen: ‚Wir werden die Türen der Gemeinde sperrangelweit für euch öffnen‘. Wir gehen dorthin, um unsere eigene Sichtweise zu erklären.“

„Der Bürgermeisterkandidat der Cumhuriyet Halk Partisi hat den Mut, solche Vereine zu besuchen und sich mit ihnen zu unterhalten, und er besitzt die religiöse Bildung, um solche Gespräche zu führen. Er verfügt auch über das Wissen, um sich bei Bedarf mit ihnen zusammenzusetzen und zu diskutieren.“

FRÜHER DAGEGEN

Die Medien in Eskişehir erinnerten derweil an Kurts frühere Äußerungen gegen Sekten. Auf der Website Eskisehir.net wurde darauf hingewiesen, dass Kurt zuvor folgende Worte verwendet hatte:

„Wenn die Gemeinde an die AKP übergeht, kommen die meisten von ihnen zurück. Die eine Sekte geht, die andere kommt. Wir haben in 18 verschiedenen Stadtteilen jeweils ein Volkszentrum eröffnet, in denen derzeit die Kinder von Armen und Bedürftigen lernen. Die Menschen in Eskişehir werden organische Verbindungen zu Sekten nicht zulassen.“