Untersuchungsantrag abgelehnt: CHP-Abgeordneter Bağcıoğlu stellt brisante Fragen zu den Todesfällen in İskenderun
Nach dem Vorfall im Marine-Ausbildungsregiment in İskenderun, bei dem zwei Soldaten ums Leben kamen, forderte die CHP eine umfassende Untersuchung zur Aufklärung des Geschehens.
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Der stellvertretende CHP-Vorsitzende Yankı Bağcıoğlu erklärte, dass der Antrag auf Einsetzung eines Untersuchungsausschusses im türkischen Parlament nach dem Vorfall im Marine-Ausbildungsregiment in İskenderun, der zum Tod zweier Soldaten führte, abgelehnt wurde. Bağcıoğlu betonte, dass der Vorfall in allen Aspekten untersucht werden müsse.
Bağcıoğlu äußerte: "Hätten wir ein effektives militärisches Gesundheitssystem, wären solche tragischen Vorfälle vielleicht nicht passiert" und betonte, dass aus Fehlern der Vergangenheit gelernt und das Militärjustizsystem neu geordnet werden müsse. Zudem forderte er eine transparente Untersuchung, die das öffentliche Gewissen beruhigen könne.
Der CHP-Abgeordnete Bağcıoğlu listete wichtige Fragen auf, die im Zusammenhang mit dem Vorfall beantwortet werden müssten. Neben Fragen dazu, warum die Soldaten lange Zeit in der Sonne warten mussten und wer diesen Befehl erteilt und ausgeführt habe, wies er auch auf Themen wie die Frage hin, ob der Einheitskommandeur mögliche Gesundheitsrisiken vorhergesehen habe. Zudem forderte er eine Untersuchung der Vorwürfe über unzureichendes Trinkwasser in der Einheit.
Bağcıoğlu erklärte, dass es wichtige Fragen gebe, die im Rahmen des Ermittlungsprozesses beantwortet werden müssten, um das öffentliche Gewissen zu beruhigen, und listete diese wie folgt auf:
''Warum mussten die Soldaten lange Zeit in der Sonne warten? Stimmt es, dass die gesamte Kompanie lange warten musste, weil es flüchtige Soldaten gab?
Wer gab den Befehl, die Soldaten entgegen den Richtlinien und Verwaltungsvorschriften lange in der Sonne warten zu lassen? Wer hat diesen Befehl entgegen den Richtlinien und Verwaltungsvorschriften ausgeführt?
Haben nicht alle Vorgesetzten in der Befehlskette, einschließlich derer, die den Befehl nicht erteilten, ja sogar das gesamte Dienstgradpersonal, bemerkt, dass die Soldaten lange in der Sonne warten mussten? Falls ja, haben sie reagiert?
Hat der Einheitskommandeur die gesundheitlichen Probleme, die durch das lange Verweilen der Soldaten in der Sonne entstehen könnten, nicht vorhergesehen? Zeigt diese Situation nicht eine Schwäche in der Führung und Verwaltung?
Warnen die Ärzte im medizinischen Versorgungszentrum der ersten Ebene den Einheitskommandeur, indem sie die negativen meteorologischen Bedingungen verfolgen und auf die möglichen Auswirkungen auf das Personal hinweisen?
Stimmt es, dass das 'Trinkwasser' in der Einheit unzureichend war und die Soldaten gezwungen waren, Wasser in der Kantine zu kaufen?
Falls dies stimmt, warum wurden von den zuständigen Kommandostellen, einschließlich des Marinekommandos, keine logistischen Korrekturmaßnahmen ergriffen?
Wer leistete die erste medizinische Hilfe im Regimentskommando?
Wie sieht der 'Zeitplan für Ort - Zeit - Ereignis' der medizinischen Notfallversorgung für die erkrankten Soldaten aus? Wurde die geleistete 'medizinische Notfallversorgung' im Rahmen der geltenden Standards bewertet?
Deuten diese traurigen und negativen Ergebnisse, die selbst in Einheiten der türkischen Streitkräfte, die unter weitaus schwierigeren geografischen und operativen Bedingungen dienen, nicht vorkommen, auf eine umfassende Führungsschwäche in einer militärischen Einheit mitten in der Stadt hin?''