Veli Ağbaba reagiert scharf auf Bestechungsvorwürfe im türkischen Parlament: „Wenn es HTS-Aufzeichnungen gibt, bin ich bereit, hingerichtet zu werden“

Der Abgeordnete für Malatya, Veli Ağbaba, wies die gegen ihn erhobenen Bestechungsvorwürfe im türkischen Parlament (TBMM) zurück und argumentierte, dass seine Angehörigen und Mitarbeiter gezielt ins Visier genommen würden.

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Der Abgeordnete für Malatya, Veli Ağbaba, nahm in einer Rede vor der Generalversammlung der Großen Nationalversammlung der Türkei (TBMM) Stellung zu den gegen ihn erhobenen Bestechungsvorwürfen. Ağbaba verteidigte sich, indem er erklärte, die Anschuldigungen basierten auf Verleumdung und er werde über seine Angehörigen und Arbeitskollegen gezielt angegriffen.

Ağbaba gab an, seit etwa dem 2. Mai mit Vorwürfen konfrontiert zu sein, die auf den Aussagen eines Kronzeugen beruhen, und wies die Anschuldigung von Gökhan Böcek, er habe ihm 1 Million Euro gegeben, entschieden zurück.

Wenn es HTS- oder Funkzellendaten gibt, die mich oder meinen Berater mit Gökhan Böcek in Verbindung bringen, bin ich bereit, hingerichtet zu werden.

— Veli Ağbaba

Ağbaba erklärte, dass einer seiner langjährigen Berater aufgrund dieser Vorwürfe verhaftet wurde, und betonte, dass er bereit sei, die schwerste Strafe zu akzeptieren, falls in dem fraglichen Zeitraum Telefon- oder Funkzellendaten zwischen den Parteien existieren sollten.

Veli Ağbaba antwortete in der Generalversammlung der TBMM auf die gegen ihn erhobenen Vorwürfe.

REAKTION AUF DIE VERHAFTUNG SEINER ANGEHÖRIGEN

In seiner Rede behauptete Ağbaba, sein Neffe sei unter dem Vorwand verhaftet worden, dass eine Hilfszahlung in Höhe von 150.000 Lira auf sein Bankkonto eingegangen sei. Zudem befinde sich sein Berater, mit dem er seit 19 Jahren zusammenarbeite, aufgrund von Hilfsmaßnahmen während der Erdbebenzeit in Haft. Ağbaba behauptete zudem, auf seinen Berater sei Druck ausgeübt worden, um ihn zu einer Aussage gegen ihn zu bewegen.

Unter Hinweis auf die Erdbeben vom 6. Februar erklärte Ağbaba, dass er seit den ersten Tagen der Katastrophe an Hilfsarbeiten in Malatya teilgenommen habe. Er betonte, dass sie die Koordination für die Verteilung von humanitären Hilfsgütern wie Lebensmitteln, Brot, Wasser, Öfen und Brennholz an Bedürftige übernommen hätten, und äußerte sich empört darüber, dass diese Hilfsaktivitäten während der Erdbebenzeit heute als Straftatbestand ausgelegt würden.

Ağbaba verteidigte sich damit, dass er sein Leben lang nie nach materiellem Gewinn gestrebt habe und weder er noch seine Familie irgendeine Verbindung zu öffentlichen Ausschreibungen hätten. Während seiner Rede gab er bekannt, dass auch sein älterer Bruder wegen des Vorwurfs der „Manipulation bei Ausschreibungen“ festgenommen wurde, und erklärte, dass seine Familienmitglieder bisher nie für den öffentlichen Sektor gearbeitet hätten und an keiner öffentlichen Ausschreibung beteiligt gewesen seien.

Ağbaba argumentierte, dass seine Familie und seine Arbeitskollegen gezielt ins Visier genommen würden.

Ağbaba betonte, er stamme aus einer Familie, die seit vielen Jahren in Malatya als Gewerbetreibende tätig sei, und erklärte, dass sie Bedürftige in der Stadt ohne Ansehen der politischen Gesinnung unterstützt hätten. Er fügte hinzu, dass verschiedene politische Kreise in Malatya dies bezeugen könnten.

Er wies darauf hin, dass Abgeordnete in Wahlkampfzeiten logistische Unterstützung von verschiedenen Personen und Kreisen erhalten könnten, und argumentierte, dass viele Politiker mit ähnlichen Vorwürfen konfrontiert wären, wenn solche Unterstützungen als Bestechung gewertet würden.

Zum Abschluss seiner Rede behauptete Ağbaba erneut, dass seine Familie ins Visier genommen werde, und kritisierte, dass seine Angehörigen und Mitarbeiter durch die Ermittlungen zu Opfern gemacht würden, wobei er mit den Worten „Greift man etwa die Familie an?“ seinen Unmut äußerte. Ağbaba beendete seine Rede mit den Worten: „Ich überlasse das Thema Ihrem Gewissen.“