„Rücktritt der Regierung“-Rufe in der AKP-Hochburg: Protest gegen den Mindestlohn
In Trabzon, wo Präsident Erdoğan 65 Prozent der Stimmen erhielt, fand eine Demonstration gegen den Mindestlohn statt. Die Bürger erhoben ihre Stimme gegen die niedrigen Löhne und forderten: „Das Messer steht am Knochen, die Regierung muss zurücktreten.“
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In Trabzon, wo Präsident Recep Tayyip Erdoğan bei den Parlamentswahlen 2023 65 Prozent der Stimmen erhielt, organisierte die Arbeits- und Demokratieplattform Trabzon einen Protestmarsch gegen den festgelegten Mindestlohn von 22.104 TL.
Die Bürger, die sich in der Kahramanmaraş-Straße in Trabzon versammelten, äußerten ihren Unmut mit Slogans wie „Regierung zurücktreten“, „Erdoğan zurücktreten“ und „Der Tag wird kommen, das Blatt wird sich wenden, die AKP wird sich vor dem Volk verantworten müssen“.
MINDESTLOHN WURDE ZUM ELENDSLOHN
Muhammet İkinci, der im Namen der Plattform eine Erklärung abgab, erklärte, dass der festgelegte Mindestlohn für Millionen von Bürgern eher zu einem „Überlebensinstrument“ als zu einem Lebensstandard geworden sei. İkinci sagte: „Die Erhöhungsrate von 30 Prozent ist angesichts der von der TÜİK mit 47 Prozent angegebenen fiktiven Inflation ein Raub am Brot auf dem Tisch der Werktätigen. Die politische Macht hat sich erneut für die Arbeitgeber entschieden.“
WIRTSCHAFTSKRISE ZERSTÖRT DIE GESELLSCHAFT
Muhammet İkinci wies darauf hin, dass die Wirtschaftskrise und die zunehmende Armut im Land den sozialen Frieden bedrohen, und äußerte: „Das Messer steht am Knochen, diese Ordnung ist nicht tragbar. Die Regierung muss zurücktreten und der Wille des Volkes muss befragt werden.“
İkinci erinnerte daran, dass in den letzten 11 Monaten 1708 Arbeiter bei Arbeitsunfällen ihr Leben verloren haben, und betonte, dass den Arbeitern das Recht auf ein menschenwürdiges Leben entzogen werde und sie gezwungen seien, unter lebensgefährlichen Bedingungen zu arbeiten.
TÜRKEI WURDE ZUM LAND DER MINDESTLÖHNER
İkinci erklärte, dass der Mindestlohn mittlerweile zum Standardlohn geworden sei, die Erhöhungsraten alle Arbeitnehmer beträfen und die Gier der Unternehmen nach Profit die Inflation anheize. Mit dem Aufruf „Wir müssen uns gegen diese uns aufgezwungene Sklavereiordnung vereinen“ appellierte er an die Solidarität der Gesellschaft.
Die Aktion endete mit der Botschaft: „Entweder wir stehen alle gemeinsam auf oder wir verlieren alle gemeinsam.“