Vorstoß zur Mindestlohnerhöhung vom Partner der Cumhur-Allianz: Erstmals eine konkrete Zahl genannt

Der BBP-Vorsitzende Mustafa Destici erklärte, dass der Mindestlohn um 50 Prozent erhöht werden müsse, und betonte, dass dieser Vorschlag auf einer fundierten Berechnung basiere. Destici fügte hinzu: „Wir kennen auch die Erwartungen der Industriellen und Arbeitgeber.“

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Der Parteitag des BBP-Provinzverbands Denizli fand im Bereketler Kongress- und Kulturzentrum statt. An der Versammlung nahmen der BBP-Vorsitzende Mustafa Destici, der stellvertretende AKP-Vorsitzende Nihat Zeybekci, der AKP-Provinzvorsitzende von Denizli, Muhammet Subaşıoğlu, sowie weitere Parteimitglieder teil.

Während der ehemalige BBP-Provinzvorsitzende von Denizli, İsmail Sarıteke, nicht erneut kandidierte, trat Selman Yeniçulha als Kandidat an. In seiner Rede auf dem Parteitag wies der BBP-Vorsitzende Mustafa Destici darauf hin, dass wir eine Zeit durchleben, in der es in unserem Familienleben sowie in unserer Moral und unserem Glauben – unserer wichtigsten Kraftquelle – zu Schwächen und Verfall kommt. Er sagte: „Was uns ausmacht, was uns in unseren schwierigsten Zeiten gerettet, zur Befreiung geführt, in Schlachten zum Sieg verholfen hat, ist unser Glaube, unsere Überzeugung, unsere Religion, unsere Kultur, unsere Identität und unser Türkentum. Leider gibt es hier eine große Degeneration. Deshalb haben wir die Verpflichtung, unsere Kinder und Jugendlichen mit einer Erziehung und Moral zu fördern, die unserer türkisch-islamischen Kultur entspricht, und sie auf die Zukunft vorzubereiten.“

'WETTEN, DROGEN, PROSTITUTION...'

Destici setzte seine Rede wie folgt fort:

'Wir sehen an den Bildern in den sozialen Medien, wie weit Ereignisse wie illegale Wetten, Drogen und Prostitution, die in letzter Zeit auf der Tagesordnung der Türkei stehen, vorgedrungen sind. Einerseits sehen wir, welches Ausmaß die Verrohung erreicht hat. Andererseits sehen wir, wen sie betrifft. Wir sehen, dass Personen, die in der Öffentlichkeit als ‚religiös‘ oder ‚national‘ gelten, in Fäulnis begriffen sind. Wir dürfen jedoch nicht vergessen, dass es dieses System ist, das dies verursacht. Es gibt ein Problem mit dem System, das System ist fehlerhaft. Deshalb sagte der verstorbene Vorsitzende Muhsin: ‚Wir haben die BBP nicht als Alternative zu einer bestimmten Partei gegründet, sondern als Alternative zum System.‘ Wir müssen dieses System grundlegend überarbeiten und verändern.'

'MINDESTLOHN MUSS UM 50 PROZENT STEIGEN'

Auch zum Thema Mindestlohn äußerte sich Destici: „In Denizli sagen die Gewerbetreibenden: ‚Die wirtschaftliche Stagnation hat uns getroffen, genau wie den Rest der Türkei.‘ Der Lebensunterhalt mit dem Mindestlohn wird immer schwieriger. Wo wir gerade beim Mindestlohn sind: Jeder nennt eine Zahl, auch wir haben eine Zahl genannt. Wenn wir eine Zahl oder einen Vorschlag zum Mindestlohn oder zu den Renten machen, tun wir das nicht aus einer populistischen Haltung heraus, sondern wir begründen unsere Forderungen. Warum sagen wir, dass der Mindestlohn um 50 Prozent steigen muss? Wir sagen das aus folgendem Grund: Wir kennen auch die Erwartungen der Industriellen oder Arbeitgeber. Die Inflation für das Jahr 2024 lag bei 45-46 Prozent. Zusammen mit einem Bewertungsaufschlag von 3 Prozent kommt man auf 48-49 Prozent. Damals haben alle Arbeiter, Beamten, öffentlichen Angestellten und Rentner diese Rate erhalten. Sie erhielten die Erhöhung zweimal im Jahr, also insgesamt 45 Prozent. Den Mindestlohnempfängern wurden jedoch nur 30 Prozent gewährt. Das bedeutet, dass den Mindestlohnempfängern noch 18-19 Prozent zustehen. Nun wird für das Jahr 2025 eine Inflation von etwa 31 Prozent erwartet. Wenn man beides zusammenzählt, ergibt das 50 Prozent. Das ist der Grund, warum wir ‚50 Prozent‘ fordern. Der Mindestlohn liegt derzeit bei 22.104 Lira. Wenn man genau 50 Prozent auf diesen Betrag aufschlägt, kommt man auf 33.052 Lira. Das ist unser Vorschlag für den Mindestlohn.“