Vorwürfe von CHP-Abgeordnetem Akay zu KUYAŞ: AKP-Mitglieder und Akteure der Fonds-Ermittlungen im selben Netzwerk

Der CHP-Abgeordnete für Karabük, Cevdet Akay, behauptet, dass ein Beziehungsgeflecht zwischen ehemaligen Beamten, AKP-Mitgliedern und Finanzakteuren über die KUYAŞ Yatırım A.Ş. bestehe.

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Der CHP-Abgeordnete für Karabük, Cevdet Akay, hat auf die Beziehungen rund um die KUYAŞ Yatırım A.Ş. im Rahmen der von der Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft geführten Fonds-Ermittlungen aufmerksam gemacht und behauptet, es bestehe ein „verworrenes Beziehungsgeflecht“ zwischen einigen AKP-Mitgliedern, ehemaligen Beamten und Akteuren des Finanzmarktes.

Akay nannte in einer Erklärung auf seinem Social-Media-Account die Namen des AKP-Zentraldisziplinarkomiteemitglieds Muaz Ergezen, des ehemaligen AKP-Abgeordneten Ertan Aydın, des ehemaligen SGK-Präsidenten und ehemaligen stellvertretenden Ministers für Familie und soziale Dienste, Mehmet Selim Bağlı, sowie des ehemaligen Präsidenten der türkischen Arzneimittel- und Medizinproduktebehörde, Osman Arıkan Nacar, und erklärte: „Der Ort, der diese Namen in derselben Tabelle zusammenbringt, ist die KUYAŞ Yatırım A.Ş.“

Akay wies darauf hin, dass Mehmet Selim Bağlı am 18. Februar 2026 als unabhängiges Mitglied in den Verwaltungsrat von KUYAŞ gewählt wurde. Laut der Mitteilung des Unternehmens an die KAP (Plattform für öffentliche Offenlegung) sei Bağlı am 24. September 2026, zu einer Zeit, als Ermittlungen an den Kapitalmärkten in den Fokus rückten, von seinem Posten im Verwaltungsrat zurückgetreten.

AKTIENGESCHÄFTE UND FRAGEN

Akay gab an, dass bei einer bedeutenden Aktientransaktion von KUYAŞ Bulls Yatırım als verkaufendes Mitglied und Tera Yatırım als eines der kaufenden Mitglieder beteiligt waren. Mit Verweis auf die Eigentümerstruktur von Bulls Yatırım erklärte Akay, dass Neslihan Mumcu, die Ehefrau des ehemaligen stellvertretenden Ministers für Kultur und Tourismus, Batuhan Mumcu, zu den Gesellschaftern von Bulls gehöre.

Der CHP-Abgeordnete Akay argumentierte, dass einige Namen aus dem Umfeld von Tera und Bulls in den Fonds- und Kapitalmarktermittlungen aufgetaucht seien, und fragte, ob es „Zufall“ sei, dass dieselben Finanzakteure bei KUYAŞ-Transaktionen erneut auftauchten.

In seiner Erklärung erwähnte Akay auch den Namen Ali Göl. Laut der Aktionärstabelle vom 30. September 2026 habe Göl 16 Millionen 545 Tausend 732 Aktien von KUYAŞ gehalten, was 4,14 Prozent des Unternehmenskapitals entspreche; in der Tabelle vom 1. Oktober 2026 sei er jedoch nicht mehr unter den Aktionären mit einem Anteil von 3 Prozent oder mehr aufgeführt.

Akay erklärte, dass Ali Göl kurz nach der Veräußerung seiner Anteile an KUYAŞ zu den Personen gehörte, die im Rahmen der Ermittlungen zu Kapitalmarkttransaktionen festgenommen wurden, und stellte folgende Fragen:

Warum hat Ali Göl seine 16,5 Millionen Anteile an KUYAŞ verkauft? An wen hat er sie verkauft und zu welchem Preis? Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Zeitpunkt des Verkaufs und den gegen ihn geführten Ermittlungen? Warum ist Mehmet Selim Bağlı aus dem Verwaltungsrat von KUYAŞ zurückgetreten?

— Cevdet Akay, CHP-Abgeordneter für Karabük

Akay forderte zudem, dass die Verbindung zwischen dem Präsidenten der CABA-Gruppe, Cahit Balyan, der als größter Aktionär von KUYAŞ gilt, und Muaz Ergezen sowie das Beziehungsgeflecht zwischen Cahit Balyan, Muaz Ergezen, Osman Arıkan Nacar und Ali Göl aufgeklärt werden müsse.