„Wahrheiten werden vom Bildschirm ferngehalten“: Kritik an AKP und MHP nach Ablehnung der Live-Übertragung des İmamoğlu-Prozesses

Der Antrag, den Prozess gegen den Bürgermeister von Istanbul, Ekrem İmamoğlu, live zu übertragen, wurde im türkischen Parlament mit den Stimmen von AKP und MHP abgelehnt. Nach der Entscheidung äußerte sich der pensionierte Generalmajor Ahmet Yavuz in den sozialen Medien und betonte den Verdacht auf eine „Verschwörung“.

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Bei einer Abstimmung im türkischen Parlament wurde der Antrag abgelehnt, den Prozess gegen den Bürgermeister der Stadt Istanbul, Ekrem İmamoğlu, über staatliche Kanäle live zu übertragen. Die Entscheidung fiel, nachdem İmamoğlu zuvor öffentlich gefordert hatte, die Verhandlung öffentlich und live zugänglich zu machen.

AKP UND MHP STIMMTEN IM PARLAMENT MIT NEIN

Nach dem Aufruf von Ekrem İmamoğlu zur Live-Übertragung des Verfahrens wurde das Thema in der Großen Nationalversammlung der Türkei beraten. Bei der Abstimmung wurde der Antrag durch die Stimmen der Abgeordneten von AKP und MHP abgelehnt, womit das Gesuch auf eine Live-Übertragung offiziell zurückgewiesen wurde.

AHMET YAVUZ MIT „VERSCHWÖRUNGS“-VORWURF

Nach der Entscheidung veröffentlichte Ahmet Yavuz eine bemerkenswerte Stellungnahme auf seinem Social-Media-Account. Yavuz verwies dabei auf den früheren Balyoz-Prozess und erklärte, dass nun eine ähnliche Haltung im Fall des Istanbuler Bürgermeisters eingenommen werde.

ANSPELUNG AUF DEN BALYOZ-PROZESS

In seinem Beitrag schrieb Ahmet Yavuz:

„Damals wurden 50.000 Unterschriften gesammelt, damit der Balyoz-Prozess im Fernsehen übertragen wird; sie lehnten dies ab, damit die Verschwörung nicht ans Licht kommt. Die Geschichte wiederholt sich, und sie haben nun dieselbe Haltung im Fall der Stadtverwaltung von Istanbul eingenommen. Alles, was vor dem Volk verborgen wird, holt diejenigen, die es verbergen, eines Tages unweigerlich ein.“

Yavuz behauptete in seinem Beitrag, dass die Verhinderung einer Übertragung des Prozesses auf den Bildschirmen aus der Sorge resultiere, dass die Wahrheit an die Öffentlichkeit gelangen könnte. Er erklärte, dass damit eine transparente Durchführung des Verfahrens verhindert werde.