Warnung der YENİ-Partei zu Üsküdar und İBB: „Gemeinden, die an der Wahlurne nicht gewonnen werden konnten, werden nun juristisch ins Visier genommen“

Bei der Sitzung des Zentralvorstands (MYK) wurden die Feldarbeit und der Wahlprozess in Üsküdar erörtert. Parteistrategen warnten, dass ein ähnliches Szenario auch für die Stadtverwaltung Istanbul (İBB) drohen könnte.

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Der Zentralvorstand der YENİ-Partei trat unter dem Vorsitz des Parteivorsitzenden Özgür Özel zusammen. Hauptthemen der Sitzung in der Parteizentrale waren die für den gesamten September geplanten Feldaktivitäten sowie der Prozess der Bürgermeisterwahl in der Gemeinde Üsküdar.

Während der Sitzung wurde betont, dass bis zur Wahl nur noch wenig Zeit verbleibe. Es hieß, Özel habe seinen Mitarbeitern die Botschaft vermittelt: „Wir werden die uns angetanen Ungerechtigkeiten hinter uns lassen und den Bürgern, denen wir von Angesicht zu Angesicht begegnen, unsere Lösungsvorschläge und unseren Anspruch auf die Regierungsübernahme darlegen.“

Parteikreisen zufolge werden die Abgeordneten zwischen dem 10. und 20. September sowie dem 20. und 30. September in zwei getrennten Gruppen vor Ort aktiv sein. Die nach diesen Arbeiten erstellten Berichte sollen die Rhetorik und die politischen Schwerpunkte prägen, die Özel bei seinen städtischen Treffen verwenden wird.

FELDZEITPLAN UND KONGRESSPROZESS

Es wurde mitgeteilt, dass Özgür Özel seine Städtereisen in Ostanatolien fortsetzen werde. Dem Programm zufolge wird Özel am 10. September in Ardahan und am 11. September in Kars sein. Nach den Besuchen in Ardahan und Kars sind Reisen nach Bursa und Yalova geplant; die erste große Kundgebung soll in Artvin stattfinden.

Bei der MYK-Sitzung wurde auch der Kongress- und Parteitagskalender bewertet. Die Strategen der YENİ-Partei erklärten, dass die Mitglieder am 12. September 2026 ihre Bezirksvorsitzenden wählen werden, und bezeichneten diese Methode als „ein Novum in der politischen Geschichte der Türkei“. Nach den Bezirks- und Provinzkongressen soll der ordentliche Parteitag spätestens im November zusammentreten.

Ein weiteres Thema der Sitzung waren die Wahlen in der Gemeinde Üsküdar. Die Parteiführung äußerte die Ansicht, dass im Falle einer Bestätigung der zweijährigen, siebenmonatigen und 15-tägigen Haftstrafe gegen Ekrem İmamoğlu im sogenannten „Ahmak-Prozess“ (Dummkopf-Prozess) ein ähnlicher Prozess auch bei der Stadtverwaltung Istanbul (İBB) drohen könnte.

Die Strategen der YENİ-Partei behaupteten, dass bei einer Bestätigung des Urteils eine Bürgermeisterwahl in der İBB stattfinden könnte und dass in diesem Prozess ein ähnliches Bild wie in Üsküdar entstehen könnte. Aus Parteikreisen hieß es: „Wir werden den Volkswillen bei den nächsten Wahlen so festigen, dass ihn niemand mehr rückgängig machen kann.“

Der Sprecher der YENİ-Partei, Zeynel Emre, kritisierte nach der MYK-Sitzung den Prozess in Üsküdar mit scharfen Worten. Emre erklärte, dass ihre Partei bei den Wahlen vom 31. März 2024 in Üsküdar 50 Prozent der Stimmen erhalten habe, während der AKP-MHP-Block bei 43 Prozent geblieben sei, und sagte: „In Üsküdar findet ein großer Diebstahl statt.“

„Das Ministerium ist darin verwickelt, das Gouverneursamt, das Gericht in Kartal... Die Ratsmitglieder dort sagen dies ganz offen und äußern, dass sie auf jede erdenkliche Weise unter Druck gesetzt werden. Der Name dafür ist Diebstahl.“

— YENİ-Parteisprecher Zeynel Emre

Emre behauptete, dass einige Ratsmitglieder bei den Bürgermeisterwahlen unter Druck abgestimmt hätten. Er kritisierte zudem die Haltung des Gouverneursamtes von Istanbul während des Wahlprozesses und argumentierte, dass die Geschehnisse ein ernstes Problem für die „Demokratie“ und den „nationalen Willen“ darstellten.