Warum zog sich der ehemalige CHP-Vorsitzende Kemal Kılıçdaroğlu in der 2. Runde nicht zurück? 'Auf Wunsch eines Dorfvorstehers...'

Der ehemalige CHP-Vorsitzende Kemal Kılıçdaroğlu erklärte, warum er auf dem 38. Parteitag der CHP an der zweiten Wahlrunde teilnahm.

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Der ehemalige CHP-Vorsitzende Kemal Kılıçdaroğlu schilderte die Ereignisse auf dem 38. Parteitag der CHP.

Auf die Frage, ob er dem neuen Vorsitzenden Özgür Özel einen Rat geben wolle, sagte Kılıçdaroğlu: „Ich bin nicht in der Position, Ratschläge zu erteilen. Ich möchte, dass er arbeitet, breite Bevölkerungsschichten erreicht und die CHP vergrößert. Ich bin ein Mitglied unserer Partei und ihr ehemaliger Vorsitzender. Natürlich bemühen sich alle darum, dass unsere Partei an die Macht kommt, und auch ich werde mich bemühen.“

Gegenüber dem Sözcü-Kolumnisten Saygı Öztürk äußerte sich Kılıçdaroğlu wie folgt:

„ICH HABE ERFAHREN, DASS ES EKREM BEY NAHESTEHT“

„Ja, ich hatte die Entscheidung getroffen, nicht an der zweiten Runde teilzunehmen. Ich habe dieses Thema in einem Raum mit Ekrem İmamoğlu besprochen, der als Versammlungsleiter fungierte. Ich sagte: ‚Er soll auch Özgür Bey rufen, ich werde sogar seine Hand heben.‘ Doch noch bevor ich den Saal des Parteitags betrat, gab es einen Twitter-Account namens @ekremedit. Über diesen Account wurde in einer anderen Sprache getwittert, als würde ich dies auf Anweisung tun. Es hieß, dieser Account stehe Ekrem Bey nahe.“

„DAS HAT MICH SEHR GETROFFEN“

„Dieser Tweet hat mich sehr getroffen. Ich meine, mein Gott, ich bin gerade erst auf dem Weg, um zu sprechen, und das, was wir sagen, landet sofort in den sozialen Medien, als würde ich dies auf Anweisung hin ausführen. Das hat mich sehr gestört. Dann ging ich dorthin, und natürlich hatten die anderen Freunde das auch gelesen. Dort gab es Leute, die riefen: ‚Gehen Sie nicht, treten Sie nicht von der Kandidatur zurück.‘“

EIN DORFVORSTEHER HAT ES GEWOLLT!

„Das alles ist nicht so wichtig, aber was zählte, war, dass ein vom Erdbeben betroffener Dorfvorsteher (Muhtar) weinend sagte: ‚Wenn Sie von der Kandidatur zurücktreten, verzeihe ich Ihnen weder ich noch meine Kinder.‘ Wenn jemand so etwas sagt, dann bleibt einem natürlich die Spucke weg. Ich möchte nicht mit der Situation konfrontiert werden, dass mir jemand nicht verzeiht. Später erfuhr ich, dass diese Person ein Dorfvorsteher war. Auf Wunsch dieses Dorfvorstehers kam es zu dieser Entwicklung. Zwei Dinge kamen zusammen: Dieser Tweet und der Dorfvorsteher, der sagte: ‚Ich verzeihe Ihnen nicht.‘“