Weg für eine weitere Berufsgruppe zum grünen Reisepass wird geebnet
Mit einem neuen Gesetzesentwurf, der der Großen Nationalversammlung der Türkei vorgelegt wurde, wird Ärzten und Zahnärzten, die im privaten Gesundheitssektor tätig sind, der Weg zum Erhalt eines grünen Reisepasses geebnet.
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Der als Dienstpass bekannte grüne Reisepass, der visumfreies Reisen in viele Länder ermöglicht, wird derzeit nur bestimmten Beamten und ausgewählten Berufsgruppen ausgestellt. Mit dem neu eingebrachten Gesetzesentwurf soll dieses Recht nun auch auf Ärzte und Zahnärzte ausgeweitet werden, die in Privatkliniken arbeiten.
Dem Entwurf zufolge können Ärzte und Zahnärzte, die mindestens 15 Jahre in privaten Gesundheitseinrichtungen tätig waren und nicht wegen einer vorsätzlichen Straftat zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr oder mehr verurteilt wurden, einen grünen Reisepass beantragen. Mit dieser Regelung soll sichergestellt werden, dass auch medizinisches Personal, das über viele Jahre hinweg sowohl im öffentlichen als auch im privaten Gesundheitssektor tätig war, von den staatlichen Vergünstigungen profitieren kann.
Der CHP-Abgeordnete für Edirne, Ahmet Baran Yazgan, äußerte sich nach der Einreichung des Entwurfs im Parlament. Yazgan erklärte: "Die Gesundheitsversorgung ist ein Ganzes, und jeder Einzelne, der diesen Dienst mit Würde ausübt, hat es verdient, in gerechter Weise von den Möglichkeiten zu profitieren, die der Staat bietet."
Der Entwurf wurde nun an den zuständigen Ausschuss überwiesen.
Nach geltendem Recht haben derzeit Beamte, die in staatlichen Institutionen in den Besoldungsgruppen 1, 2 und 3 arbeiten, ehemalige Abgeordnete und Minister, Bürgermeister, Träger des Titels "Staatssportler", Mitarbeiter bestimmter öffentlicher Banken und Institutionen, Firmenvertreter, die bestimmte Exportziele erreichen, sowie Anwälte mit mindestens 15 Jahren Zulassung Anspruch auf einen grünen Reisepass. Sollte der neue Entwurf Gesetz werden, werden Ärzte und Zahnärzte aus dem Privatsektor in diese Liste aufgenommen.
Ärzte, die im Gesundheitssektor beschäftigt sind und seit Jahren auf dieses Recht warten, hoffen nun auf die Umsetzung des Entwurfs.