Welle der Kritik und Empörung gegen Bahçeli: „Sie wollen eine Türkei nach libanesischem Vorbild für US-Interessen“
Auf der politischen Bühne der Türkei setzen sich überraschende und zugleich besorgniserregende Entwicklungen fort. Der Vorschlag von Devlet Bahçeli, „der Präsident solle einen kurdischen und einen alevitischen Stellvertreter haben“, stieß auf heftige Kritik.
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Der Vorschlag des MHP-Vorsitzenden Devlet Bahçeli, dass der Präsident zwei Stellvertreter haben sollte, mit den Worten „Einer soll Kurde, der andere Alevit sein“, hat in der Öffentlichkeit für Diskussionen gesorgt. Die Äußerung stieß vor allem bei der Opposition und in verschiedenen politischen Kreisen auf unterschiedliche Reaktionen.
Bahçelis Vorstoß wurde auch als Anzeichen für die seit langem in der Türkei debattierte neue Verfassung und einen möglichen „Öffnungsprozess“ gewertet.
Einer derjenigen, die auf die besagte Äußerung reagierten, war der Journalist und Verleger Haluk Hepkon. In einer Bewertung auf seinem Social-Media-Kanal behauptete Hepkon, dass solche Vorschläge im Einklang mit den Interessen der USA stünden. Hepkon äußerte sich wie folgt: „Sie wollen eine Türkei nach libanesischem Vorbild für US-Interessen. Die Versuche, die Republik abzuschaffen, die İmralı-Öffnung und die Forderungen nach einer neuen Verfassung geschehen alle aus diesem Grund.“
In der Fortsetzung seiner Erklärung betonte Hepkon, dass dieser Prozess nicht nur für die Türken, sondern für alle in der Türkei lebenden Völker zu einer Katastrophe führen könne. Er sagte: „Entweder wir stellen uns diesen bis zum Ende entgegen und verteidigen die Republik, oder wir werden die Konsequenzen der kommenden Katastrophe tragen müssen.“
Während man gespannt darauf blickt, inwieweit Bahçelis Vorschlag zur offiziellen Politik des Regierungsblocks werden wird, ist zu erwarten, dass die Debatten um eine neue Verfassung und einen „gesellschaftlichen Konsens“ in der kommenden Zeit noch weiter an Fahrt gewinnen werden.