'Wer es nicht weiß, soll zuhören': Kılıçdaroğlus Äußerungen über Atatürk sorgen für Diskussionen
Die Bewertung von Kemal Kılıçdaroğlu über Gazi Mustafa Kemal Atatürk während des Feiertagsempfangs in der CHP-Parteizentrale hat eine Debatte ausgelöst. Die Diskussionen begannen, nachdem Kılıçdaroğlu behauptet hatte, Atatürk habe bei seiner Ankunft in Samsun bereits ein Todesurteil gegen sich vorliegen gehabt.
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Nach der Entscheidung des Berufungsgerichts zur "absoluten Nichtigkeit" sprach Kemal Kılıçdaroğlu, der das Amt des CHP-Vorsitzenden innehat, zu den Parteimitgliedern bei der im CHP-Hauptquartier organisierten "Feiertagsbegegnung mit dem Volk".
Kılıçdaroğlu, der während des Empfangs verschiedene politische Botschaften übermittelte, ging in einem Teil seiner Rede auch auf den Prozess des nationalen Befreiungskampfes von Gazi Mustafa Kemal Atatürk ein.
"ALS ATATÜRK IN SAMSUN ANKAM..."
Während seiner Rede beschrieb Kılıçdaroğlu die Zeit, als Atatürk nach Samsun aufbrach, um den Befreiungskrieg zu beginnen, und äußerte sich wie folgt:
"Als unser großer Anführer Atatürk in Samsun ankam, hatte er ein Todesurteil um den Hals und war als Verräter gebrandmarkt."
Nach dieser Aussage von Kılıçdaroğlu rückte das Datum des gegen Atatürk verhängten Todesurteils erneut in den Fokus der Öffentlichkeit.
Historischen Aufzeichnungen zufolge kam Mustafa Kemal Atatürk am 19. Mai 1919 in Samsun an. Das Todesurteil gegen Atatürk wurde jedoch erst am 24. Mai 1920 vom Kriegsgericht (Divan-ı Harp) in Istanbul gefällt.
Aus diesem Grund wurden die von Kılıçdaroğlu in seiner Rede verwendeten Formulierungen in den sozialen Medien zum Gegenstand einer Debatte.
BÜLENT MUMAY VERÖFFENTLICHTE EINEN BEITRAG
Auch der Journalist Bülent Mumay teilte seine Einschätzung zu den Worten in Kılıçdaroğlus Rede über seinen Social-Media-Account.
In seinem Beitrag wies Mumay auf den zeitlichen Unterschied zwischen Atatürks Ankunft in Samsun und dem Datum des gegen ihn erlassenen Todesurteils hin.