Wer ist die Journalistin Hilal Köylü, die von Devlet Bahçeli zurechtgewiesen wurde? Wo arbeitet sie? Was sagte Hilal Köylü zu dem Vorfall?
Nach der MHP-Fraktionssitzung wies der MHP-Vorsitzende Devlet Bahçeli die Journalistin Hilal Köylü mit den Worten 'Gib deinen Beruf auf' zurecht. Nach diesem Vorfall fragen sich viele, wer Hilal Köylü ist, wie alt sie ist und woher sie stammt. Wer ist also die Journalistin Hilal Köylü, auf die der MHP-Chef Devlet Bahçeli so reagierte? Woher kommt sie, wo arbeitet sie? Was sagte Hilal Köylü zu dem Vorfall? Hier sind die Details...
12punto
Nach der MHP-Fraktionssitzung beantwortete der MHP-Vorsitzende Devlet Bahçeli Fragen von Journalisten.
Nach der Sitzung reagierte Devlet Bahçeli verärgert auf die Frage der Journalistin Hilal Köylü: 'Gibt es Meinungsverschiedenheiten zwischen Ihnen und Präsident Erdoğan?' und wies Köylü zurecht.
Devlet Bahçeli, bir gazetecinin "Erdoğan'la aranızda çözüm süreci konusunda görüş ayrılığı var mı?" sorusuna sinirlendi:
— 12punto (@12puntocomtr) November 12, 2024
"Mesleği bırak!" pic.twitter.com/RdgiK0suoH
'GIB DEINEN BERUF AUF'
Bahçeli antwortete auf die Frage: 'Einmal an meine Kollegen von der Presse: Hört auf mit Verhaltensweisen, die die Türkei provozieren, falsche Informationen verbreiten und Diskriminierung schüren. Wenn ihr das nicht könnt, gebt euren Beruf auf.'
WER IST HİLAL KÖYLÜ?
Köylü absolvierte die Fakultät für Kommunikation an der Universität Ankara und erwarb einen Master-Abschluss in Politikwissenschaft und öffentlicher Verwaltung an der Technischen Universität des Nahen Ostens (ODTÜ).
Während ihrer journalistischen Laufbahn begleitete sie hochrangige Staatsmänner sowohl im In- als auch im Ausland.
Hilal Köylü, die sich auf die Beziehungen zwischen den USA und dem Nahen Osten spezialisiert hat, schreibt derzeit für Serbestiyet und moderiert Sendungen bei Serbest TV, einer Plattform auf YouTube.
Sie begann ihre journalistische Laufbahn am 13. Oktober 1996 bei der Zeitung Radikal. Dort berichtete sie über Themen wie Bildung, Gesundheit, Kultur, Umwelt und Jugend. Von 2002 bis 2003 war sie als außenpolitische Korrespondentin für Radikal tätig.
In dieser Zeit arbeitete Hilal Köylü als akkreditierte Korrespondentin beim Präsidialamt und im Außenministerium. Nach ihrer Zeit bei Radikal war sie für Medienorganisationen wie Habertürk TV, Deutsche Welle, die Zeitung 24 Saat und Anka tätig.
HİLAL KÖYLÜ ÄUSSERT SICH: 'DAS IST DIE AUFGABE EINES JOURNALISTEN'
Hilal Köylü war zu Gast in der Sendung 'Haber Masası' auf Halk TV, moderiert von Buket Güler. Köylü schilderte die Erlebnisse wie folgt:
"Ich mache nur meine Arbeit. Das weiß jeder. In Demokratien haben Journalisten eine einzige Aufgabe. Als Journalist ist es die Aufgabe, alle Fragen, die die Öffentlichkeit bewegen, die auf der Tagesordnung stehen und hinterfragt werden, allen Parteiführern vorzulegen und zu stellen.
Das ist die Aufgabe eines Journalisten. Journalisten arbeiten im Namen der Öffentlichkeit. Sie sind keine Vertreter irgendeiner Partei oder irgendeines Politikers. Deshalb wurde in der Türkei viel darüber diskutiert, ob Journalisten ihre Arbeit machen oder nicht. Aber ich muss auch sagen, dass es Journalisten gibt, die diese Fragen mutig stellen können."
'ICH STELLE JEDEM FRAGEN'
"Das habe ich nicht nur heute getan. Ich tue es immer. Wann immer ich die Gelegenheit habe, egal welchem Politiker ich gegenüberstehe, stelle ich die Fragen, die auf der Tagesordnung der Öffentlichkeit stehen. Devlet Bahçeli ist ebenfalls ein Parteiführer, der die Agenda bestimmt und Teil der Regierung ist. Was er sagt, ist in den letzten Tagen sehr wichtig. Wir diskutieren das seit Tagen. Wir sprechen über diesen Lösungsprozess oder eine neue Öffnung. Gibt es einen neuen Plan des Staates oder der Regierung, ob das Terrorproblem oder das Kurdenproblem beendet wird oder nicht? Gibt es ein neues Programm? Präsident Erdoğan schweigt zu diesem Thema. Er sagt: 'Wir werden den Kampf gegen den Terror kompromisslos fortsetzen'."
'BAHÇELİ IST SEHR VERÄRGERT'
"Er ist äußerst verärgert über die Behauptungen, es gäbe Meinungsverschiedenheiten. Er äußert diesen Ärger. Er sagt seinem engen Umfeld auch, dass die Volksallianz (Cumhur İttifakı) kein Wahlbündnis sei. Und er sagt: 'Wir handeln gemeinsam, um den Terror zu beenden, wie in allen anderen Angelegenheiten auch'. Deshalb äußert er die Behauptungen, die er für falsch hält, in seinem eigenen Stil.
Dass er hier verärgert und wütend ist, liegt daran, dass diese Behauptungen ständig auf die Tagesordnung gebracht werden und natürlich auch daran, dass Präsident Erdoğan es vorgezogen hat, keine Botschaften über Öcalan zu senden. Das ist Erdoğans Entscheidung. Erdoğan nannte Bahçeli einen 'Führer, der den Kurs der Geschichte bestimmt'. Er sagte: 'Er ist einer der wegweisenden Führer der Geschichte'.
Es gibt eine Nähe zwischen ihnen, aber es wird unglaublich viel darüber nachgedacht, was sie über diese Öcalan-Angelegenheit besprochen haben, was sie denken und diskutieren, ob Öcalan ins Parlament kommen und sprechen soll. In Ankara kursieren unglaubliche Verschwörungstheorien. Auch darüber ist er verärgert. Alles gelangt zu seinen Ohren. Er hat enge Mitarbeiter, die sagen, dass er alles einzeln notiert. Vielleicht hielt er es heute für angemessen, so zu explodieren und so zurechtzuweisen, und wollte das Thema damit auch abschließen. Wie auch immer."