Wettlauf um die Zeit nach Erdoğan in vollem Gange: Warnung vor 'politischem Selbstmord'
In den Kulissen der AKP haben die Diskussionen über den Machtkampf nach Erdoğan bereits begonnen. Berichten zufolge herrscht ein angespannter Wettbewerb zwischen Hakan Fidan und Bilal Erdoğan, deren Namen für eine mögliche Kandidatur gehandelt werden.
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Eine erneute Kandidatur von Präsident Recep Tayyip Erdoğan bei den Wahlen 2028 ist aufgrund der Drei-Amtszeiten-Regelung derzeit blockiert. Damit Erdoğan weiterhin kandidieren kann, müsste das Parlament mit mindestens 360 Stimmen eine vorgezogene Wahl beschließen oder eine Verfassungsänderung vornehmen.
Diese Situation befeuert die Debatten über die Zeit nach Erdoğan zusätzlich.
Erdoğan hatte sich in einer Erklärung zu seiner Kandidatur mit den Worten geäußert, er habe "kein Interesse daran, zu kandidieren". Der Partner der Volksallianz, MHP-Vorsitzender Devlet Bahçeli, reagierte jedoch auf diese Aussage und kommentierte, es gebe "kein Recht auf Rücktritt".
NAMEN FÜR DIE ZEIT NACH ERDOĞAN
In jüngster Zeit sind die Spekulationen innerhalb der AKP darüber, wer nach Erdoğan in den Vordergrund treten könnte, lebhafter geworden. Außenminister Hakan Fidan, Erdoğans Sohn Bilal Erdoğan sowie die Schwiegersöhne Berat Albayrak und Selçuk Bayraktar gehören zu den am häufigsten genannten Namen in diesem Prozess.
Innerhalb der AKP gibt es intensive Diskussionen über die Kandidaturen dieser Personen.
FIDANS KAAN-AUSSAGEN SORGEN FÜR AUFSEHEN
Dass Außenminister Hakan Fidan kürzlich bei einem Besuch in den USA erklärte, die USA hätten die Triebwerkslieferungen für das türkische Kampfflugzeug "KAAN" gestoppt, sorgte für Aufmerksamkeit. Diese Aussage wurde sowohl vom Palast als auch von der AKP kritisiert.
In den Kulissen der AKP wird geäußert, dass der Machtkampf nach Erdoğan Schaden anrichten könnte.
Die Parlamentskorrespondenten von Nefes, Tarık Işık und Mahmut Aydın, berichteten in ihrer heutigen Kolumne über die Einschätzungen aus den AKP-Kulissen. Hochrangige AKP-Mitglieder betonen, dass es die politische Karriere eines Politikers beenden könnte, wenn man jetzt bereits eine Debatte über die Zeit nach Erdoğan eröffnet.