Zwangsverwalter schafft nun auch den von Senioren und Menschen mit Behinderungen genutzten Shuttle-Dienst ab
Nach der Inhaftierung des Bürgermeisters von Şişli, Resul Emrah Şahan, hat der als Zwangsverwalter eingesetzte Cevdet Ertürkmen den „Mekik“-Shuttle-Dienst zum 1. Januar eingestellt. Die Entscheidung der Zwangsverwaltung stößt bei Bürgern und zivilgesellschaftlichen Organisationen auf heftige Kritik.
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Nach der Inhaftierung des Bürgermeisters von Şişli, Resul Emrah Şahan, hat der vom Innenministerium eingesetzte Zwangsverwalter Cevdet Ertürkmen beschlossen, zum 1. Januar 2026 einen wichtigen öffentlichen Dienst einzustellen. Ertürkmen gab das Ende des sogenannten „Mekik-Shuttle-Dienstes“ bekannt, der für regelmäßige Verbindungen zwischen den Stadtvierteln in Şişli sorgte. Es wird darauf hingewiesen, dass die Shuttle-Dienste eine wichtige Verkehrslösung darstellten, um insbesondere die „letzte Meile“ zu überbrücken, die von IETT-Bussen und Schienensystemen nicht abgedeckt wird.
Die Shuttle-Dienste galten als wichtiger öffentlicher Dienst, insbesondere für die Bewohner der Stadtviertel Fulya, Feriköy, Gülbağ, Çiftehavuzlar, Teşvikiye, Bozkurt, Kuştepe und Osmangazi. Dieser Dienst bot vor allem Senioren, Menschen mit Behinderungen, Familien mit Kindern und Bewohnern in engen Gassen eine große Erleichterung. Zudem spielte er eine entscheidende Rolle für diejenigen, die in den Nachtstunden auf einen sicheren Transport angewiesen waren.
DIE KRITIK WÄCHST
Das „Komşu Ağı“ (Nachbarschaftsnetzwerk), das die sozialen Strukturen in Şişli genau verfolgt, äußerte scharfe Kritik an dieser Entscheidung der Zwangsverwaltung. In einer Erklärung über Instagram wurde betont, dass die Einstellung der Shuttle-Linien ohne die Einholung der Meinungen der Bevölkerung von Şişli und der betroffenen Nutzergruppen erfolgt sei. Das Komşu Ağı erklärte: „Die Shuttle-Linien waren für die Bürger in vielen Stadtvierteln unverzichtbar.“
Es wird erwartet, dass die Abschaffung der Shuttle-Dienste insbesondere für Senioren, Menschen mit Behinderungen, Familien mit kleinen Kindern sowie Bewohner von hügeligen und engen Straßen erhebliche negative Auswirkungen haben wird. Mit dem Wegfall des Dienstes ist davon auszugehen, dass diese Gruppen im Alltag mit ernsthaften Schwierigkeiten bei der Mobilität konfrontiert sein werden.
Das Komşu Ağı wies darauf hin, dass die Zwangsverwaltung bei dieser Entscheidung weder die Bürger noch die Stadtteilverwaltungen (Muhtarlık) oder die Nutzergruppen konsultiert habe.