Zwei Kandidaten für Istanbul bei der AKP im Vordergrund
In den Kulissen der AKP ist zu erfahren, dass zwei Namen für die Kandidatur als Bürgermeister der Istanbuler Stadtverwaltung diskutiert werden.
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Bis zu den Kommunalwahlen sind es weniger als 4 Monate. Die AKP strebt an, die Großstädte, die sie 2019 verloren hat, allen voran Istanbul und Ankara, zurückzugewinnen.
CHP-KANDIDAT FÜR DIE IBB IST IMAMOĞLU
Die CHP hat bei den Kommunalwahlen am 31. März 2024 den amtierenden Bürgermeister Ekrem İmamoğlu als Kandidaten für Istanbul nominiert. Es wird mit Spannung erwartet, wen die AKP gegen İmamoğlu ins Rennen schicken wird.
Wie Gazete Duvar berichtet, richtet sich der Fokus in Istanbul, dem Ort, an dem die Kandidatur der AKP am meisten mit Spannung erwartet wird, jede Woche auf einen anderen Namen. Zuletzt sind jedoch zwei Namen in den Vordergrund gerückt.
WEN WIRD DIE AKP IN ISTANBUL NOMINIEREN?
Bisher wurden für Istanbul am häufigsten Innenminister Ali Yerlikaya, Gesundheitsminister Fahrettin Koca sowie die ehemaligen Minister Murat Kurum, Adil Karaismailoğlu und der Bürgermeister von Fatih, Mehmet Ergün Turan, genannt. Unter den diskutierten Namen befindet sich auch Erdoğans Schwiegersohn Selçuk Bayraktar, doch viele AKP-Mitglieder halten dies für unwahrscheinlich. In den Parlamentskulissen gibt es sogar Stimmen, die sagen: „Ein Viertel der Geschichte der Republik an der Macht sein und dann für Istanbul keinen anderen Kandidaten finden als den eigenen Schwiegersohn! Das geht nicht...“
DIESE WOCHE GIBT ES ZWEI FAVORITEN
Zuletzt sind in der AKP zwei Namen in den Vordergrund gerückt.
Einer ist der Bürgermeister von Fatih, Mehmet Ergün Turan, der als einer der erfolgreichsten Bürgermeister der AKP in Istanbul gilt. Es wird angemerkt, dass Turan, der aus Trabzon stammt, im Falle einer Kandidatur verhindern könnte, dass İmamoğlu die Stimmen aus der Schwarzmeerregion konsolidiert, und dass er aufgrund seiner erfolgreichen Arbeit den Anspruch auf einen „Wettbewerb um kommunale Dienstleistungen“ erheben könnte.
Dass Turan zudem ehemaliger TOKİ-Präsident ist, wird als Vorteil im Hinblick auf die Themen Wohnungsproblematik, Stadterneuerung und Vorbereitung auf Erdbeben gewertet.
Auf der anderen Seite ist der andere Name, der im Barometer der letzten Woche erneut in den Vordergrund rückte, Gesundheitsminister Fahrettin Koca. Es wird diskutiert, dass Koca, dessen Wahrnehmung in der Öffentlichkeit als positiv gilt, das Potenzial hat, Stimmen aus verschiedenen Bevölkerungsschichten zu gewinnen, und dass er mit seiner kurdischen Identität auch ein Anziehungspunkt für kurdische Stimmen in Istanbul sein könnte.