Zweiter Öffnungsprozess: Während über Öcalans „Status“ debattiert wird, wird heute der kritische Tisch eingerichtet
Nach der Verabschiedung des Rahmen-Gesetzes im türkischen Parlament im Rahmen des zweiten Öffnungsprozesses wird der Überwachungs- und Bewertungsausschuss heute zu seiner ersten Sitzung zusammenkommen. Bei dem Treffen unter dem Vorsitz von Cevdet Yılmaz werden der Auflösungs- und Entwaffnungsprozess der Terrororganisation PKK sowie die Arbeitsgrundsätze des Ausschusses und die geplanten Unterausschüsse erörtert.
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Der Überwachungs- und Bewertungsausschuss, der im Rahmen des von der Regierung als „Türkei ohne Terror“ bezeichneten zweiten Öffnungsprozesses eingerichtet wurde, wird heute zu seiner ersten Sitzung zusammenkommen. Das Hauptthema des Treffens, das von Vizepräsident Cevdet Yılmaz geleitet wird, ist die Überwachung des Auflösungs- und Entwaffnungsprozesses der Terrororganisation PKK.
Der Ausschuss wurde im Rahmen des Gesetzes zur Stärkung der nationalen Solidarität und gesellschaftlichen Integration gegründet, das von der Großen Nationalversammlung der Türkei angenommen und im Amtsblatt veröffentlicht wurde. Die 12-Punkte-Regelung soll den rechtlichen Rahmen für den neuen Prozess bilden.
Das Gesetz wurde im Parlament mit 467 Stimmen angenommen; bei der Abstimmung gab es 87 Gegenstimmen und 3 Enthaltungen.
DIE TAGESORDNUNG DES TREFFENS
An dem Treffen im Präsidentenpalast werden neben den Ministern für Justiz, Auswärtiges, Inneres und Nationale Verteidigung auch der Generalsekretär des Präsidenten, der Leiter des Nationalen Nachrichtendienstes (MİT) und der Generalsekretär des Nationalen Sicherheitsrates (MGK) teilnehmen.
Es wird erwartet, dass bei dem Treffen die Entwicklungen im Entwaffnungsprozess bewertet und die Arbeitsverfahren und Grundsätze des Ausschusses festgelegt werden. Zudem steht die Bildung von Unterausschüssen je nach Bedarf des Prozesses auf der Tagesordnung.
Vizepräsident Cevdet Yılmaz hatte am 19. August erklärt: „Bei diesem Treffen werden die Arbeitsverfahren und Grundsätze unseres Ausschusses sowie die Unterausschüsse, die im Einklang mit den Erfordernissen des Entwaffnungs- und Auflösungsprozesses gebildet werden sollen, erörtert.“
DEM-PARTEI HATTE ÖCALANS STATUS ERKLÄRT
Pervin Buldan, Mitglied der İmralı-Delegation der DEM-Partei und Abgeordnete für Van, hatte zuvor erklärt, dass Abdullah Öcalan in einem geplanten Unterausschuss vertreten sein werde. Buldan sagte, dass diese Struktur „Entwaffnung und Politisierung“ heißen werde und Öcalan die Entwicklungen organisieren werde.
Während diese Aussage von Buldan in der Öffentlichkeit zu Kommentaren wie „Öcalans Status im Prozess ist nun klar“ führte, fällt auf, dass die Regierungsseite zu diesem Thema weiterhin schweigt.