Eilmeldung... War in Gewahrsam: Timur Soykan unter Auflagen freigelassen
Der Journalist Timur Soykan, der aufgrund seiner Beiträge zu den Operationen gegen CHP-geführte Kommunen festgenommen worden war, wurde wegen des Vorwurfs der „Anstiftung zu Straftaten“ und der „Verbreitung irreführender Informationen“ dem Haftrichter vorgeführt. Trotz des Haftantrags der Staatsanwaltschaft wurde Soykan unter gerichtlichen Auflagen freigelassen.
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Der Journalist und BirGün-Autor Timur Soykan wurde am 5. Juli 2025 aufgrund seiner kritischen Beiträge in den sozialen Medien zu den Operationen gegen CHP-geführte Kommunen festgenommen. Gegen Soykan, dem vorgeworfen wurde, die Öffentlichkeit informiert und oppositionelle Kommentare abgegeben zu haben, leitete die Generalstaatsanwaltschaft Istanbul ein Ermittlungsverfahren ein.
Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde Soykan der Justiz überstellt, wobei die Staatsanwaltschaft wegen des Vorwurfs der „Anstiftung zu Straftaten“ und der „öffentlichen Verbreitung irreführender Informationen“ Haftbefehl beantragte. Die Akte wurde an das zuständige Friedensstrafgericht in Istanbul weitergeleitet.
GERICHTLICHE AUFLAGEN VERHÄNGT
Das Gericht lehnte den Haftantrag gegen Soykan ab. Der Journalist wurde unter gerichtlichen Auflagen freigelassen, die ein Ausreiseverbot sowie die Verpflichtung beinhalten, sich einmal wöchentlich bei der Polizei zu melden.
PROTESTE VON JOURNALISTENVERBÄNDEN
Die Festnahme und der Haftantrag gegen Timur Soykan hatten bei journalistischen Berufsverbänden für Empörung gesorgt. Der Türkische Journalistenverband (TGC), die Türkische Journalistengewerkschaft (TGS), DİSK Basın-İş und Reporter ohne Grenzen (RSF) bekundeten bei einer Erklärung vor dem Justizpalast in Çağlayan ihre Unterstützung für Soykan. Die Vertreter betonten die Botschaft: „Journalismus ist kein Verbrechen“.
Foto: Sercan Meriç