Journalist Kayhan Ayhan dem Gericht vorgeführt
In Istanbul wurde der BirGün-Reporter Kayhan Ayhan nach seiner Festnahme wegen des Vorwurfs der „Verbreitung irreführender Informationen für die Öffentlichkeit“ dem Gericht überstellt. Es wurde mitgeteilt, dass sich die Ermittlungen auf seine journalistische Tätigkeit beziehen.
12punto
Der Reporter der Zeitung BirGün, Kayhan Ayhan, der den Prozess gegen die Istanbuler Stadtverwaltung (İBB) verfolgte, wurde in den Nachtstunden bei einer polizeilichen Razzia in seiner Wohnung festgenommen. Ayhan, dem die „Verbreitung irreführender Informationen für die Öffentlichkeit“ vorgeworfen wird, verbrachte die Nacht im Gewahrsam der Polizeidirektion Vatan.
Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde Kayhan Ayhan heute Mittag zum Istanbuler Justizpalast in Çağlayan überstellt. Es wurde berichtet, dass Gegenstand der Ermittlungen seine Berichterstattung über den İBB-Prozess, der im Gefängniskomplex Silivri Marmara stattfindet, sowie seine Beiträge in den sozialen Medien sind.
Anwälte wiesen darauf hin, dass sich sämtliche Fragen an den Journalisten auf seine journalistische Arbeit und seine Berichterstattung aus dem Gerichtssaal bezogen. Dass die Ermittlungen nicht durch das Pressebüro, sondern durch das Büro für Terrorstraftaten der Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft geführt werden, stach als bemerkenswertes Detail hervor.